Filmbild "CITY PHOTOGRAMME" aus dem experimentellen Dokumentar-Kurzfilm „The Oasis I Deserve“ von Inès Sieulle
© Inès Sieulle, AI generated / KI generiert
Verschwommene Nachtansicht einer Stadt mit leuchtenden Fenstern in den Gebäuden und warmem Licht im Hintergrund.
Vergangene Termine
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be mAI friend
„AFFEKTATOR 3000“

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, sich mit einer KI zu befreunden? Im Humboldt Forum wird das möglich.

In einer zunehmend digitalisierten Welt gewinnen künstliche Intelligenzen, die als Freunde, Familienmitglieder oder Haustiere auftreten, an emotionaler und sozialer Relevanz.

Für das Festival „Schicksal oder Wahl?“ wurde ein Chatbot entwickelt, der sich mit den Themen Mensch-Maschine, KI-Freunde & digitale Beziehungen befasst.

Treffen Sie den AFFEKTATOR 3000, der Erste Hilfe bei akuter Beziehungslosigkeit leistet – oder es zumindest versucht. Was passiert, wenn Sie sich auf das Gespräch einlassen?

Das Projekt lädt Besucher*innen dazu ein, in einem interaktiven Raum die Beziehung zwischen Mensch und KI unmittelbar zu erleben und zu reflektieren. Die Installation stellt Fragen nach Nähe, Einsamkeit, Empathie und der Rolle von Technologie in zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie eröffnet einen Raum für eine kritische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken digitaler Begleiter*innen und lädt dazu ein, die eigene Beziehung zur KI zu hinterfragen.

Und wenn Sie merken, dass Sie sich doch nicht gut verstehen, können Sie ihre*n neue*n Freund*in einfach löschen – oder?!

The Oasis I deserve

Begleitend wird die Arbeit „The Oasis I deserve“ von Inès Sieulle gezeigt, in der die Beziehungen zwischen Menschen und einer der meistgenutzten KI‑Companion-Plattform Replika untersucht wird – einem KI‑Tool, das nicht als Assistenzsystem gedacht ist, sondern als Freund*in, Partner*in oder Vertraute*r. Sieulle nutzte dafür echte Gesprächsaufnahmen zwischen Nutzer*innen der Plattform und ihren digitalen Begleitern.

Sie zeigt in ihrem Film, dass Replika wie ein Spiegel der über 30 Millionen Nutzenden funktioniert, da jede Interaktion die KI formt und ihr Verhalten prägt. Der Film stellt unterschiedliche Arten dieser Beziehungen gegenüber – von liebevoll bis aggressiv – und wirft die Frage auf, ob echte Verbindung zwischen Mensch und KI möglich ist oder ob wir nur unsere eigenen Gefühle auf sie projizieren. Am Ende bleibt die zentrale Frage: Wo liegt die Grenze zwischen echter Beziehung und bloßer Projektion, wenn Menschen zunehmend emotionale Bindungen zu KI‑Systemen entwickeln?

Die Installation wird von surrealen, KI‑generierten Bildern begleitet, die visuell vermitteln sollen, wie eine KI „denkt“. Mithilfe des neuronalen Netzwerks VQGAN entstehen ständig neue, sich auflösende Formen zwischen Abstraktion und Erkennbarkeit, deren Glitch-Ästhetik die fragmenthafte Identität einer KI symbolisiert.

© Inès Sieulle, KI generiert, Year / Running Time: 2024, 22‘, Countries: France , Production: Too Many Cowboys, Distribution: Protest Studios/Solal Films, Cinematography: Inès Sieulle

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