Porträt des Flötisten Roy Amotz für die Veranstaltung "fuga. Klangausstellung im Hörraum"
© Matthew Johnson
Mann mit Flöte vor strukturierter weißer Wand, legeres Hemd, blickt direkt in die Kamera.
Vergangene Termine
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Eine Live-Performance, die Archivaufnahmen in Bewegung versetzt und queere Geschichten sowie Narrative von Migration in ein immersives Hörerlebnis überführt.

fuga ist eine Klangausstellung der Künstlerin Netta Weiser, präsentiert im Hörraum des Humboldt Forums. Im Rahmen der Langen Nacht der Museen wird die Installation in einer besonderen Live-Performance des Flötisten Roy Amotz verbunden. Archivmaterial, elektronische Klänge und Live-Improvisation werden miteinander verwoben.

Die Ausstellung reaktiviert ein Archiv von Tonaufnahmen, die in den 1930er Jahren in Ägypten von Birgitte Schiffer gemacht wurden. Schiffer war eine jüdisch-deutsche Komponistin und Musikethnologin, deren Leben von Vertreibung und Exil geprägt war. Während ihrer Feldforschung in der Siwa-Oase, einer isolierten Gemeinschaft in der Sahara, dokumentierte Schiffer seltene Klangzeugnisse, darunter ein von einem Kinderchor gesungenes Trauerlied sowie queere Liebeslieder.

Speziell für die besondere Klangumgebung des Hörraums im Humboldt Forum entwickelt verwandelt fuga diese archivarischen Spuren in eine Choreografie aus Klang und diasporischer Erinnerung. In dieser Live-Performance treten die historischen Aufnahmen in Dialog mit zeitgenössischen musikalischen Interpretationen und erweitern die Installation zu einer performativen Begegnung.

fuga lädt das Publikum ein, über Zeit und geografische Grenzen hinweg zu hören und verdrängte Geschichten von Exil, Begehren und komplexen Identitäten in einer sich ständig bewegenden Klangwelt in Resonanz zu bringen.

fuga Klangausstellung von Netta Weiser

Kurator: Maurice Mengel
Performance mit und von Roy Amotz

Installation in Zusammenarbeit mit:
Flöte: Roy Amotz
Elektronik: Michael Hauschke
Gesang: Chanan Ben Simon
Video: Itay Marom

Besonderer Dank an Dr. Matthias Pasdzierny, Albrecht Wiedmann, Eleanor and Naomi Volaski Aram

Auftragswerk der Abteilung Medien des Ethnologischen Museums, Staatliche Museen zu Berlin Gefördert von Artis im Rahmen der Exhibition Grant Initiative

Eine frühe Version dieser Arbeit wurde im Maamuta Center for Art and Research im Hansen House, Jerusalem, präsentiert, gefördert durch das Residenzprogramm des Goethe-Instituts Jerusalem.

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