Der kolumbianische Klangkünstler Leonel Vásquez bei Aufnahmen im Meer
© Mapa López
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Der kolumbianische Klangkünstler Leonel Vásquez bei Aufnahmen im Meer
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Wasser und Stein erzählen Geschichten, die Millionen Jahre zurückreichen. Für viele Gemeinschaften sind Felsen ihre Großmütter – Wesen, die in ihrem Schweigen die Stimmen der Zeit bewahren. Seit Jahren lauscht der Klangkünstler Leonel Vásquez diesen Stimmen und macht ihre verborgenen Schwingungen hörbar.

In Der Gesang der Großmütter begegnen sich die Klänge von Wasser und Stein. Durch Rotation und Verstärkung werden die Schwingungen der Felsen hörbar und verbinden sich mit Instrumenten, die Wasserbewegungen und Strömungen in Klänge übersetzen. So entsteht eine vielschichtige Klanglandschaft, die die Verbindung zwischen Wasser, Erde und Zeit sinnlich erfahrbar macht.

Beteiligte

Leonel Vásquez (Bogotá, 1981) ist ein kolumbianischer Klangkünstler. Er entwickelt Hörinstrumente, Räume und Hörerfahrungen als politische, ästhetische und regenerative Praktiken. Seine Arbeit erforscht mehr-als-menschliche Klangakteure wie Wasser, Bäume, Steine, Wale und Milch. Im Mittelpunkt stehen die Anerkennung der Natur als Opfer des bewaffneten Konflikts in Kolumbien sowie die symbolische Wiedergutmachung von Flüssen und Wäldern. Er fördert relationale Hörpraktiken und akustische Gemeinschaften. Seine Forschung befasst sich mit Kosmo-Resonanzen, interspezifischer Fürsorge und akustisch-poetischer Restaurierung. Er leitet die Estación de Escucha de Alta Montaña im Páramo de Sumapaz, einen Ort des Dialogs mit dem Lebendigen und der Würdigung des Wassers.

Der kolumbianische Klangkünstler Leonel Vásquez bei Aufnahmen im Meer
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