Portrait der Autorin Maaza Mengiste
© Annette Hornischer / American Academy in Berlin
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1868, Äthiopien: die britische Napier-Expedition, die Brandschatzung und Plünderung von Magdala. Ein deutscher Sammler. Ein junger äthiopischer Junge. Ein atemberaubender königlicher äthiopischer Mantel. Maaza Mengiste stellt sich ihre Reisewege vor. Ein Weg aus den Wirren der Schlacht, ein Weg durch Feuer, ein Weg über die Berge, über das Wasser – bis nach Berlin. Die Geschichte eines Namens, an den man sich erinnert, eines wiederbelebten Lebens, eines enthüllten Geheimnisses.

„Jedes Objekt birgt die Geschichte eines Verschwindens. Jedes Verschwinden trägt die Geschichte eines Menschen in sich.“ Aus dieser Erkenntnis heraus entspinnt sich Maaza Mengistes außergewöhnliches neues Werk für Objekte widersprechen um eine Reihe herzzerreißender Fragen:

Was ist ein Objekt? Was ist ein Mensch?

Wer entscheidet, was ein Objekt ist?

Was ist von allgemeinem Interesse?

Wer ist die Öffentlichkeit?

Von allgemeinem Interesse ist ein multimediales Werk, das von der Geschichte der Napier-Expedition und den Archiven des Ethnologischen Museums in Berlin inspiriert ist. Wie alle Werke von Mengiste entfaltet es sich an den Schnittstellen zwischen den Toten und den Lebenden, zwischen Literatur und Fotografie, zwischen offizieller Geschichte, verborgenen Aufzeichnungen und zum Schweigen gebrachten Zeugnissen.

Maaza Mengiste, äthiopische Schriftstellerin und Fotografin, die derzeit in New York lebt, kam, um die im Humboldt Forum ausgestellten afrikanischen Sammlungen zu erkunden. Und war schließlich fasziniert von einem im Depot versteckten Objekt. Einem aus den Aufzeichnungen gelöschten Namen. Einer im Museum abgelehnten Möglichkeit. Mit „Von allgemeinem Interesse„, nun als Buch veröffentlicht, lädt Mengiste uns in einen Raum erstaunlicher Begegnungen ein. Reichhaltig, schimmernd und unvergesslich wie die goldenen und silbernen Fäden des Mantels.

Die Veranstaltung umfasst eine kurze Filmvorführung und Lesung von Maaza Mengiste. Gefolgt von einem Gespräch mit der Kuratorin Priya Basil, Fragen aus dem Publikum und einer Signierstunde.

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