He Heru. Ein Kamm. Whiti Hereaka bei Objekte widersprechen
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Foto: Frank Sperling
Zwei Frauen stehen am Tisch und unterhalten sich. Eine trägt eine grüne Bluse, die andere ein blaues Kleid.
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 „Zugang ungeklärt“. Diese Museumsbeschreibung des traditionellen Māori-Zierkamms hinterlässt Stille. Ein Schmuckstück mit fünf Zähnen, einer von ihnen abgebrochen. Er wirkt geradezu unfertig. Die preisgekrönte Roman- und Theaterautorin Whiti Hereaka verziert ihn Stück für Stück mit Geschichten und durchbricht so die Stille. Ihre „Geschichten von Ozeanblau, Blutrot, Knochenweiß“ bilden ein vielschichtiges Werk, in dem sich Ehrfurcht und Schönheit spiegeln. In neun Abschnitten, „ein Teil für jeden Zahn und ein Teil für jede Lücke zwischen ihnen“, erzählt sie von Liebe, von Verlust und von Sehnsucht. Sie erzählt von den Walen, aus deren Knochen Objekte hergestellt wurden, und über einen Schnitzer, der einen Kamm herstellt. Sie erzählt von Māori-Gött*innen, von der Macht der Frauen, aber auch von kolonialen Walfängern, die ihre Beute im Südpazifik fast bis zur Ausrottung fischten.

Mit „He Heru. Ein Kamm.“ lädt Whiti Hereaka ein, den Kosmos zu erkunden, den sie schafft, in dem sie Zeit und Raum durchkämmt und sich dabei von der Frage leiten lässt „Erfinden wir Geschichten oder erfinden Geschichten uns?“

Die Veranstaltung umfasst eine Lesung von Whiti Hereaka, ein Gespräch mit der Kuratorin Priya Basil, Fragen aus dem Publikum und eine Signierstunde.

Beteiligte

Objekte widersprechen Veranstaltung "Sharp as a Story" mit Cristina Rivera Garza, 2025
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Foto: Johannes Berger
Gehört zu
Objekte widersprechen
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