Eltern mit vier Kindern auf einem Sofa
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Fotograf*in unbekannt
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Eltern mit vier Kindern auf einem Sofa
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Fotograf*in unbekannt
Vergangene Termine
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In der Performance Familiengefühlsfabrik entwerfen 36 Jugendliche gemeinsam mit der Künstlerin Juliane Meckert unterhaltsame Zukunftsbilder von Familie und stellen dabei bewegende Fragen an unsere Gegenwart.

Wir schreiben das Jahr 3020. Familien leben längst nicht mehr auf einem einzigen Planeten, sondern in zwei Welten: einer warmen, goldenen Frauenwelt voller Katzen und einer Landschaft aus singenden Wäldern und Obstwiesen. Erinnerungen erscheinen als Licht, Kommunikation geschieht über Gesten, Vibrationen und Gedanken. Und doch bleiben manche Sätze bestehen: „Bleib nicht zu lange draußen“, „Gib niemals auf“.

In dem partizipativen Setting ist das Publikum eingeladen, eigene Erinnerungen, Perspektiven und Erfahrungen einzubringen. Was ist Familie? Wer gehört dazu? Welche Geschichten erzählen wir – und welche bleiben unausgesprochen?

Über Bewegung, Musik, Text und performative Sequenzen entsteht ein Erfahrungsraum, in dem Zukunft und Alltag ineinanderfließen. Die Jugendlichen verweben persönliche Sichtweisen mit kollektiven Utopien und öffnen Türen zu Räumen, die man sonst selten betritt. Sie zeigen Familie als ein System in Bewegung: ein Ort der Nähe und der Enge, der Regeln und Geheimnisse, der Fürsorge und des Chaos. Ein Gefüge, das Gefühle hervorbringt wie eine Fabrik – zärtlich, widerspenstig, überwältigend.

Die Familiengefühlsfabrik zeigt Familie als Gefühl, als Konstruktion, als Möglichkeitsraum – und als Geflecht vieler Stimmen, Zeiten und Welten. Die Performance wird zum Spiegel und zum Zukunftslabor. Sie macht sichtbar, was uns verbindet, was uns herausfordert, was wir weitergeben. Alle Anwesenden sind eingeladen, Familie neu zu denken – als offene, bewegliche Form des Zusammenlebens.

*Die Platzkapazität ist begrenzt, bitte seien Sie 15 Min vorher da*

Familiengefühlsfabrik findet im Rahmen von Humboldting! Schüler*innen forschen statt, einem Langzeitprojekt der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss an der Schnittstelle von Bildung und Kunst. Künstlerische Leitung: Alice Fleming und Darren O’Donnell.

Beteiligte Schüler*innen:
Solaf, Ceylin, Kaan, Elli, Hamid, Duru, Julina, Ecem, Bao Chau, Zara, Sabrija, Nahla, Evelina, Ceylin, Havin, Buse, Eylül, Sarina, Selina, Enzo, Solange, Mehmet, Hanna, Ariya, Varvara, Aylin, Kira, Soraya, Iman, Dayaa, Laia, Cinzia, Lamija, Pia, Asya, Princess

Hinweis: Die Performance zeichnen wir für Dokumentationszwecke per Video auf.

Beteiligte

Juliane Meckert (*1982, Leipzig) ist freie Schauspielerin, Regisseurin u.Theaterpädagogin in Berlin. Sie studierte Schauspiel am Mozarteum Salzburg und arbeitet  – sowohl auf als auch hinter bzw.vor der Bühne. Stationen waren u. a. Festspielhaus Hellerau, Steirischer Herbst, Mica Moca, Sophiensäle, Lofft, das Theater und Staatsschauspiel Dresden. Sie ist und war Teil der Kollektive Fritzpunkt, internil, wilde pferde, collective bleeding und WESSER | MECKERT. Ihre Theaterstücke setzen sich mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander, darunter Næste Station Stengårdsvej (2021, collective bleeding) zu dänischen Ghetto-Gesetzen, Gefährten (2021) über Mensch-Tier-Beziehungen, Wir kriegen Euch Alle! (2022, WESSER I MECKERT) über die Baseballschlägerjahre und Unser Land (2023) zum sorbisch-deutschen Verhältnis. Ihre Arbeit ist geprägt von ortsbezogenen, performativen und partizipativen Formaten in Zusammenarbeit mit sogenannten „Experten des Alltags“ und mit einem Fokus auf Raum, Ritual, Erinnerung u. Transformation.

Mathias Baresel alias Ted Brasko ist ein in Berlin lebender Komponist, Regisseur und Performer, der emotional reichhaltige und gut strukturierte Werke in Musik und Theater schafft. Er arbeitet intuitiv, legt aber auch Wert auf Handwerkskunst und bringt ein starkes Gespür für Dramaturgie in alles ein, was er tut. Seine Arbeit wird getragen von der Überzeugung, dass Emotionen im Mittelpunkt stehen sollten – nicht nur als Themen, sondern als die eigentliche Substanz künstlerischer Erfahrung.

Portrait des Künstlers Mathias Baresel alias Ted Brasko
© Mathias Baresel

Philine Stich (*1992 Leipzig) ist studierte Bühnen- und Kostümbildnerin (KHB Weißensee) und wirkt seit über 10 Jahren in der freien Szene, als Performerin, Regisseurin, sowie Lichtdesignerin und im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. In ihrer Arbeit als Künstlerin, legt sie Wert auf den Aufbau von kollektiven, demokratischen, sowie feministischen Strukturen, um eine prozessorientierte und gemeinschaftliche künstlerische Praxis zu ermöglichen. Dabei interessiert Sie sich, für theatrale Experimentierräume, die die ästhetische Praxis politischen Theaters erforscht, verbunden mit der Suche nach gesellschaftlichen Widersprüchen, Reibungspunkten und deren Bewegung zur Veränderung hin. Sie ist Teil des Fabriktheater Moabit Kollektivs, dass seit 2019 die Räumlichkeiten in der Kulturfabrik mit immersiven Performances bespielt und mit einem interkulturellen Programm kuratiert. Seit 2023 baut sie gemeinsam mit dem Fabriktheater Moabit schulische Kooperationen und theaterpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche weiter aus und übernimmt zukünftig die kulturelle Leitung deer Kinder- und Jugendarbeit der Kulturfabrik Moabit.

Portrait der Künstlerin Philine Stich
© Johannes Betrand

gehört zu

Partner

Thomas-Mann-Gymnasium Berlin
Canada Council for the Arts schwarz-weiß
Blick in das Foyer, November 2019.
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker

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