Projekte
der Global Cultural Embassy
Im Rahmen der GCE gestaltet jeder Regional Hub in Zusammenarbeit mit dem Humboldt Forum und den Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) zukünftige Projekte. Dabei geht es nicht darum, einzelne Pilotinitiativen in den Vordergrund zu stellen, sondern vielmehr darum, zu verdeutlichen, wie die Hubs die GCE-Delegierten zu einem breiteren Netzwerk verbinden, das Kulturschaffende, vielfältige Gemeinschaften, das Ethnologische Museum, das Museum für Asiatische Kunst, das Humboldt Forum und weitere Partnerinstitutionen zusammenbringt. Dieses Kooperationsmodell stellt sicher, dass regionale Prioritäten berücksichtigt werden, fördert gleichzeitig den Dialog und den Austausch zwischen verschiedenen Perspektiven und stärkt die GCE als einen fortlaufenden, ko-kreativen Ansatz in der Museumspraxis.
Das „World Gathering“ für Rematriation, Reparation und Restitution ist eine globale Initiative der Global Cultural Embassy, mit dem Ziel, grundlegend neu zu denken, wie kulturelle Rückführung verstanden, praktiziert und erfahren wird. Über rein symbolische Gesten und institutionelle Rahmenbedingungen hinaus rückt es die Autorität, das Wissen und die Handlungsfähigkeit jener Gemeinschaften in den Mittelpunkt, deren kulturelles Erbe entwurzelt wurde. Durch das Zusammenspiel von künstlerischer Praxis, kritischem Dialog und gemeinschaftlicher Forschung fördert das „Gathering“ die Rematriation nicht nur als Rückgabe, sondern als Wiederherstellung zwischenmenschlicher Beziehungen, kultureller Kontinuität und Selbstbestimmung.
Der Prozess beginnt mit einem Treffen im Jahr 2026 in Mexiko, bei dem internationale Teilnehmende gemeinsam die konzeptionellen, ethischen und operativen Grundlagen der Initiative erarbeiten. Diese Arbeit wird 2028 zu einem großen globalen „Gathering“ in Berlin führen – einer offenen, öffentlich zugänglichen Veranstaltung, die Künstler*innen, Kurator*innen, Wissenschaftler*innen und Führungskräfte aus Gemeinschaften aller Kontinente zusammenbringt. Das „Gathering“ 2028 ist sowohl als Arbeitsplattform als auch als öffentliches Forum konzipiert und wird Präsentationen, künstlerische Interventionen sowie einen internationalen Aufruf zur Einreichung von Beiträgen umfassen, wodurch es sich als einzigartiger Raum positioniert, an dem Praxis, Politik und Kreativität aufeinandertreffen.
Im Kern zielt das Treffen darauf ab, neue, langfristige Modelle der Zusammenarbeit zu entwickeln, die die Restitution von einem reaktiven Prozess zu einer gemeinsamen, zukunftsorientierten Praxis machen – einer Praxis, die die Rolle von Institutionen neu definiert, kulturelles Wissen reaktiviert und Wege für eine gerechtere und gleichberechtigtere Zukunft ebnet.