Staatliche Museen zu Berlin

Die Staatlichen Museen zu Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz präsentieren ab 2021 in groß angelegten Ausstellungen auf der zweiten und dritten Etage des Humboldt Forums die weltberühmten Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst.

Ausstellungen

Gemeinsam mit ihren Schwestersammlungen auf der Museumsinsel werden die einzigartigen Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst einen Epochen und Kontinente umspannenden Überblick über die Kunst und Kulturen der Welt bieten.

Das Humboldt Forum kann nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, mit den Sammlungen auf aktuelle Fragen zu antworten.
Lars-Christian Koch, Direktor des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin

Auf mehr als 17.000 Quadratmetern werden die Museen im Humboldt Forum ihre archäologischen, ethnologischen und kunstgeschichtlichen Sammlungsobjekte mit einem großen Bestand an Fotografien, Filmen und Tonaufnahmen präsentieren. Ein modularer Ausstellungsaufbau wird ein hohes Maß an Flexibilität ermöglichen, um neue Erkenntnisse der Forschung aufgreifen und integrieren zu können und zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen Position zu beziehen.

Die Museen

Das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst sind zwei von insgesamt 15 Sammlungen, die als Staatliche Museen zu Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz angehören. Sowohl das Ethnologische Museum als auch das Museum für Asiatische Kunst haben ihren Ursprung in der Brandenburgisch-Preußischen Kunstkammer, die sich seit dem 17. Jahrhundert im Berlin Schloss befand und aus der später die heutigen Staatlichen Museen zu Berlin hervorgingen.

Ethnologisches Museum

Das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin gehört international zu den größten und bedeutendsten seiner Art. In seinen Sammlungen befinden sich circa 500.000 ethnografische, archäologische und kulturhistorische Objekte aus Afrika, Asien, Amerika, Australien und der Südsee. Sie werden ergänzt durch 140.000 musikethnologische Tondokumente, 285.000 ethnografische Fotografien, 20.000 Filme und 200.000 Seiten Schriftdokumente. Für zahlreiche seiner Sammlungen gilt, dass sie zu den umfangreichsten und wertvollsten überhaupt zählen.

Holzstich (1886) , Architekt: Hermann Ende, 1886 , nach einer Zeichnung von G.Theuerkauf , Architekt: Hermann Ende , Systematik: , Geographie / Europa / Deutschland / Orte / Berlin / Gebäude für Kultur und Bildung / Museen, Ausstellungsgebäude / allgemein , Copyright: bpk
Museum für Asiatische Kunst

Die Spektrum der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin umfasst Kunst und Handwerk vom 5. Jahrtausend vor Christus bis in die Gegenwart: Ostasiatische Malerei und Grafik, Lackkunst und Keramik, die Kunst und Kultur der Seidenstraße, süd- und südostasiatische sowie hinduistische und buddhistische Skulpturen und die spätere indische Malerei. Herzstück der Sammlung sind die zentralasiatischen Wandmalereien und Skulpturen, die vorwiegend aus buddhistischen Höhlentempeln an der sogenannten Seidenstraße stammen. Sie stellen ein Verbindungsglied zwischen den Kulturen Süd- und Ostasiens dar.

Museen Dahlem, Eingang Lansstraße
© © Staatliche Museen zu Berlin / Achim Kleuker

Provenienzforschung & Kolonialismus

Das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin setzt sich mit dem Erbe und den Konsequenzen des Kolonialismus, mit der Rolle und Perspektive Europas kritisch auseinander. Reflexion des eigenen Standpunkts, Partnerschaften mit den „source communities“ in Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika sollen einseitige eurozentrische Sichtweisen öffnen, ohne jedoch die gegebenen europäischen Bezüge zu verleugnen.

 

Forschungscampus Dahlem

Der Großteil der Sammlungen beider Museen verbleibt in Dahlem. Dort bilden die Museen gemeinsam mit dem Museum Europäischer Kulturen und dem Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin sowie weiteren Partnern den Forschungscampus Dahlem.

Der Forschungscampus Dahlem.
Sammlungsforschung

Auf dem Forschungscampus werden die Bestände in Zusammenarbeit mit Vertreter*innen von Source Communities (Herkunftsgesellschaften) in Afrika, Asien, Ozeanien sowie Amerika erforscht und auf dieser Basis zukünftige Ausstellungen der beiden Museen im Humboldt Forum konzipiert.

Staatliche Museen zu Berlin (SMB)

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Weitere Akteure