Ringvorlesung Beziehungsweise Familie
Bis Juli 2026
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| Gehört zu: Beziehungsweise Familie |
Die interdisziplinäre Ringvorlesungsreihe eröffnete im Dezember 2024 einen Denk- und Gesprächsraum, der in das Jahresthema Beziehungsweise Familie einführt. Ausgehend von der Frage, was Familie heute bedeutet, diskutieren seither renommierte Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen und Fachrichtungen aktuelle Forschungen zu alternativen Familien- und Verwandtschaftskonzepten sowie deren kreativen, ethischen und innovativen Potenzialen.
Mit dem Beginn des Jahresprogramms im Oktober 2025 wird diese Auseinandersetzung vertieft und entlang der thematischen Schwerpunkte weitergeführt. Im Januar setzt die Ringvorlesung mit dem Schwerpunkt Familiengeheimnisse erneut an und umfasst fünf Termine bis April. Anschließend richtet sich der Blick in einem weiteren Schwerpunkt auf alternative Lebenswelten und diverse Familienkonzepte.
Fokus Familiengeheimnisse
Der Schwerpunkt Familiengeheimnisse richtet den Blick auf verborgene Dimensionen familiärer Beziehungen, in denen sich Nähe, Schutz und Konflikt bündeln. Im Zentrum stehen Praktiken des Verschweigens und Offenlegens, die individuelle Lebensgeschichten ebenso prägen wie gesellschaftliche Ordnungen.
Geheimnisse sind dabei mehr als verborgene Informationen: In ihnen verdichten sich Bedürfnisse nach Schutz und Intimität ebenso wie Scham, Angst vor Bloßstellung oder der Druck sozialer Normen. Als Teil biografischer Erfahrungen wirken Familiengeheimnisse tief in persönliche Lebensgeschichten hinein. Erzählen und Verschweigen machen sichtbar, wie Beziehungen gestaltet, Grenzen gezogen und soziale Ordnungen verhandelt werden – und wie Geheimnisse weit über das Private hinaus Zugehörigkeiten stiften, Grenzen markieren und gesellschaftliche Strukturen stabilisieren oder irritieren.
Termine im Sommersemester 2026
11. Februar 2026
Michael Slepian
(Columbia Business School, New York)
Having and Keeping Secrets
18. Februar 2026
Annette Schad-Seifert
(Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Modernes Japan)
Singles unter Druck – „Solo Weddings“ als Glücksgeheimnis in Japan
04. März 2026
Bert Rebhandl
(Freier Filmforscher, Berlin)
Ersatz/Familie – Formen des Zusammenlebens jenseits natürlicher Abstammung. Aspekte aus der Populärkultur
18. März 2026
Lotte Warnsholdt
(MARKK – Museum am Rothenbaum, Hamburg)
Kulturtechniken des Schweigens als Formen der Sorge
Beteiligte
Prof. Dr. Daniel Tyradellis (Humboldt-Universität zu Berlin, Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Berlin)
Prof. Dr. Petra Anders (Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Erziehungswissenschaften)
Prof. Dr. Tatjana Thelen (Universität Wien Institut für Kultur- und Sozialanthropologie)
Prof. Dr. Anette Fasang (Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Sozialwissenschaften)
Dr. Andrés F. Castro (Center for Demographic Studies, Barcelona)
Prof. Dr. Nadja-Christina Schneider (Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften)
Prof. Dr. Janet Carsten (School of Social and Political Science, University of Edinburgh)
Prof. Dr. Aparecida Vilaca (Programa de Pós-Graduação em Antropologia Social Museu Nacional, São Paulo)
Prof. Dr. Carola Lentz (Johannes Gutenburg-Universität Mainz, Mainz, Institut für Ethnologie und Afrikastudien (ifeas), Mainz)
Dr. Michael Slepian (Columbia Business School, New York)
Univ.-Prof. Dr. Annette Schad-Seifert (Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Institut für Modernes Japan, Düsseldorf)
Bert Rebhandl (Freier Filmforscher, Berlin)
Dr. Lotte Warnsholdt (MARKK Museum am Rothenbaum, Hamburg)
Prof. Dr. Daniel Tyradellis (Humboldt-Universität zu Berlin)
Dr. Alia Rayyan (Humboldt-Universität zu Berlin)
Dr. Laura Goldenbaum (Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss)
Die Vortragsreihe findet im Rahmen einer Kooperation des Institutionsverbunds im Humboldt Forum statt.
Programmatische Leitung des institutionsübergreifenden Clusters: Dr. Laura Goldenbaum