Auf den Spuren von Shiva
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| Preis: Freier Einritt |
| Welche Sprachen: Deutsch, Englisch |
| Ort: Saal 2, EG |
| Gehört zu: Eröffnung Mein. Dein. Unser!?, Auf den Spuren von Shiva. Zwischen Berlin und Kathmandu |
Wie verändert sich die Bedeutung eines sakralen Objekts, wenn es Teil einer Museumssammlung wird?
Der visuelle Anthropologe und Filmemacher Deepak Tolange und das Museumsteam geben Einblicke in ihre gemeinsame Forschung zu einem Shiva Linga kosh aus Nepal, der sich heute im Museum für Asiatische Kunst befindet. Im Gespräch geht es um religiöse Praktiken, Kulturgüterverlust und die Verantwortung von Museen im Umgang mit sakralen Objekten.
Nhé’ẽ sind zirkuläre Gespräche, die zum Austausch von Wissen, Erfahrungen und Perspektiven einladen. Der Begriff stammt aus der Sprache der Guarani und bezeichnet unter anderem das Wort, die Stimme und die Sprache, aber auch den Geist.
Samstag, 28.11.2026 mit Deepak Tolange, Lilla Russell-Smith und Henriette Lavaulx-Vrécourt
Sonntag, 29.11.2026
mit Deepak Tolange, Sophia Bokop und Lilla Russell-Smith
Beteiligte
Deepak Tolange ist ein Filmemacher, Fotograf und Forscher aus Nepal, der sich für Innovation, Geschichte, Kultur, Umwelt und soziale Gerechtigkeit interessiert. Während seines CoMuse Fellowships untersuchte Deepak in enger Zusammenarbeit mit dem Museumsteam die Geschichte und Provenienz des Shiva Linga – ein heiliges Objekt aus Nepal, das sich derzeit in der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst befindet. Außerdem setzte er die Arbeit an seinem Dokumentarfilm fort, der die tiefgreifende Bindung und Bedeutung von sakralen Objekten in heutigen Hindu-Gemeinschaften für deren Existenz, Leben und Glauben hervorhebt. Dieses Projekt zielt darauf ab, auf den Verlust von nepalesischen Kulturgütern aufmerksam zu machen.
Dr. Lilla Russell-Smith ist seit 2007 Kuratorin für Zentralasiatische Kunst am Museum für Asiatische Kunst. Geboren in Budapest, sie studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) in Budapest sowie Chinesisch, und Asiatische Kunstgeschichte und Archäologie an der School of Oriental and African Studies (SOAS) der University of London. Sie war Mitherausgeberin des Journal of Inner Asian Art and Archaeology (2006–2016). Sie koordinierte die Digitalisierung der Malereien aus Dunhuang (Sammlung Stein) am British Museum und katalogisierte gemeinsam mit John Falconer (British Library) die historische Fotosammlung von Aurel Stein an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest (Bd. 1: 2002, Bd. 2: 2007). Ihr Buch Uygur Patronage in Dunhuang: Regional Art Centres on the Northern Silk Road in the Tenth and Eleventh Centuries (Brill, 2005) erschien kürzlich in chinesischer Übersetzung (2026). Am Museum für Asiatische Kunst kuratierte sie mehrere Ausstellungen, darunter „Kulturaustausch auf der nördlichen Seidenstraße“ (01.04.2009–03.01.2010); „Die acht Aspekte des kostbaren Lehrers: Padmasambhava in Kunst und Ritual im Himalaya“ (28.11.2013 -29.06.2014) begleitet einem gleichnamigen Katalog (mit Hans-Werner Klohe); sowie „Die Ruinen von Kočo: Spuren der Holzarchitektur an der antiken Seidenstraße“ (07.09.2016–08.01.2017) begleitet von einem Buch (herausgegeben mit Ines Konczak-Nagel). Im Humboldt Forum kuratiert sie die Module „Kunst der nördlichen Seidenstraße“ (Räume 317 und 315) innerhalb der Dauerausstellung des Museums für Asiatische Kunst sowie „Himalaya“ (Raum 315) (mit Henriette Lavaulx-Vrécourt) und die kooperative Ausstellung „Auf den Spuren von Shiva. Zwischen Berlin und Kathmandu“ (Eröffnung im November 2026).
Henriette Lavaulx-Vrécourt arbeitet als Kuratorin für die Ost- und Nordasiatische Abteilung im Ethnologischen Museum, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Sie koordiniert und partizipiert diverse kooperative Forschungsprojekte mit Kolleg*innen aus China, Japan, Korea, Nepal, Sibirien und der Mongolei. Im Humboldt Forum hat sie einige Ausstellungen kuratiert, wie die Dauerausstellung Himalaya (seit 2019) gemeinsam mit Ihrer Kollegin Lilla Russell-Smith, die Sonderausstellung Ahnen, Göttinnen und Helden (2022-2023) und die kooperative Ausstellung Auf den Spuren von Shiva. Zwischen Berlin und Kathmandu (Eröffnung August 2026). Sie beteiligt sich an den Veranstaltungen im Forschungscampus Dahlem und hat dort im Denkraum zwei Ausstellungsstationen gestaltet: zu Zeit und Zeitlichkeit und zu Literaturen. Sie ist Mitherausgeberin des Baessler Archivs, der wissenschaftlichen Zeitschrift des Ethnologischen Museums. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen: Mitautorin des Leitfadens Tracing Loot from the `Boxer War´ in China (2026); The Ainu Collection at the Ethnological Museum in Berlin, in: Ainu Collections at the Vienna World Exposition of 1873, National Ainu Museum, Hokkaido, 2025, S: 72-75; Treasures of Mongolian Historical and Cultural Heritage in Germany (Hrsg.), 2024; Berliner Schlachtenkupfer – 34 Druckplatten der Kaiser von China (Hrsg.), 2021.
Sophia Bokop ist Provenienzforscherin im Projekt „Das Kollaborative Museum“ im Ethnologischen Museum und Museum für Asiatische Kunst. Gemeinsam mit internationalen Partner*innen erforscht sie ausgewählte Sammlungskonvolute und deren Kontexte von Erwerb, Aneignung und Translokation im Rahmen kollaborativer, transdisziplinärer Projekte