Eigentum prägt Gesellschaft
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| Preis: Freier Eintritt |
| Ort: Saal 1, EG |
| Gehört zu: Eröffnung Mein. Dein. Unser!?, Mein. Dein. Unser!?, Erbe und Eigentum – Wem gehört was? |
Eigentum prägt unsere Gesellschaft, unser Zusammenleben und unseren Charakter. 3, 2, 1 – meins. In (post-)modernen Gesellschaften entkoppelt sich die Ökonomie als pure Marktwirtschaft von der Politik und anderen sozialen und kulturellen Logiken. Ohne Privateigentum an Kapital wäre diese Trennung und Autonomisierung nicht denkbar.
Eigentum ist dabei keine natürliche Gegebenheit oder ein Naturrecht, sondern sozial konstruiert. Das wird besonders deutlich bei immateriellen Gütern. Ein MP3-Song ist ohne exklusives Urheberrecht nicht auf dem digitalen Markt handelbar. Das Recht konstruiert Eigentum und konstituiert damit einen autonomen ökonomischen Markt. Das Recht kann Eigentum auch wieder beschränken, etwa durch Vergesellschaftung von Wohnungen, unternehmerischen Genossenschaften, Gemeingütern an Daten oder Eigenrechten von Natur. Eine Welt mit sozial beschränktem Eigentum prägt andere Menschen. Eigentum transformiert.
Beteiligte
Rechtswissenschaftler. Forscht zur Theorie und Formen des Eigentums, Kulturen des Eigentums, Recht & künstliche Intelligenz. Mitbegründer der FU Transformative Law Clinic – Recht neu denken: verbindet wissenschaftliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichem Gestaltungsanspruch. Wie muss sich Recht verändern, um auf die drängendsten Krisen unserer Zeit, etwa Klimawandel und Artensterben, zu reagieren? Rechtskonzept der Eigenrechte der Natur steht im WS 2026/27 im Zentrum. Hat gute Kontakte zu zivilgesellschaftlichen Initiativen wie zum Netzwerk Rechte der Natur, Green Legal Impact