Neue Verbindungen knüpfen
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| Preis: Ausstellungsticket erforderlich: Am 28. und 29.11. gilt ein Spezialticket für die drei neuen Ausstellungen zum Preis von 14 €. |
| Welche Sprachen: Deutsch, Französisch |
| Ort: Ethnologisches Museum, 2. OG, Raum 210 |
| Gehört zu: Togo: Neue Verbindungen knüpfen, Eröffnung Mein. Dein. Unser!? |
Welche Sammlungsbestände aus Togo werden in Berlin bewahrt – und warum ist es wichtig, transparent zu machen, was sich Ethnologischen Museum befindet? Bei dieser Führung durch die Ausstellung „Togo: Neue Verbindungen knüpfen“ geben beteiligte Wissenschaftler und Künstler Einblicke in ihre Arbeit. Die Wissenschaftler stellen zeitgenössische Interpretationen und neue Kontextualisierungen der historischen Sammlung vor. Die Künstler erläutern ihre Werke und zeigen, wie sie sich kreativ und kritisch mit der gemeinsamen Geschichte auseinandersetzen. Erfahren Sie, wie neue Perspektiven auf die Sammlung entstehen und welche Fragen sie für die Gegenwart und Zukunft aufwerfen.
Beteiligte
Adama Ayikoué erwarb eine Maîtrise in Moderner Literatur mit Schwerpunkt Theaterwissenschaft, Semiotik und Kommunikation an der Université de Lomé sowie einen Master in Entwicklungswissenschaften mit Schwerpunkt Kulturerbemanagement an der Université Senghor in Alexandria, Ägypten. Er ist Direktor für Kulturerbe im togoischen Ministerium für Tourismus, Kultur und Kunst und lehrt an verschiedenen Hochschulen und Instituten in Togo. Darüber hinaus ist er als Kultur- und Kunstkritiker sowie als Ausstellungskurator tätig.
Kokou Azamede ist Germanist und Kulturwissenschaftler an der Université de Lomé in Togo. Er promovierte an der Universität Bremen und war als Postdoktorand und Gastforscher an deutschen Universitäten tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Transkulturalität, deutsche Missions- und Kolonialgeschichte sowie deutsche Kolonialfotografie in Westafrika.
Anani Dodji Sanouvi ist ein transmedialer Künstler, Tänzer, Forscher und Pädagoge. Er lebt in Portugal und ist regelmäßig in Afrika, Europa und Südamerika tätig. Sanouvi erforscht die Wechselwirkungen zwischen seiner Ewé-Epistemologie und dem zeitgenössischen Leben. Er hat einen Masterabschluss in Tanz vom Bennington College und ist eng mit dem Graduiertenkolleg der Universität der Künste Berlin verbunden. Sanouvi ist Preisträger renommierter Stipendien und Auszeichnungen.
Camille Tété Azankpo ist für seine monumentalen Werke bekannt. Er setzt das kulturelle Erbe, die gesellschaftlichen Veränderungen der Kolonialzeit und die ökologischen Herausforderungen der Gegenwart in Dialog. Der Künstler arbeitet bevorzugt mit wiederverwendeten Emailleschüsseln. Mit Draht „heilt“ er die Risse, die die Gesellschaften dieser Welt trennen. Er spielt eine zentrale Rolle in der zeitgenössischen togoischen Kunstszene. Seine Werke wurden in zahlreichen afrikanischen und europäischen Ländern ausgestellt.
Dr. Verena Rodatus ist Kuratorin am Ethnologischen Museum Berlin und für die Sammlungen West-, Zentral- und Südafrikas zuständig. Sie ist eng in Restitutionsprozesse im Zusammenhang mit Artefakten aus Nigeria und Kamerun eingebunden. Ihre Forschung in Senegal, der Elfenbeinküste, Ghana, Togo und Benin führte zu zwei Publikationen, darunter ihre Dissertation Postkoloniale Positionen? The DAK’ART Biennale im Kontext des internationalen Kunstbetriebs (2015) und der Sammelband From the Kingdom of Dahomey to the Postcolonial State: Case Studies in Benin’s Art History. Von 2015 bis 2021 war Verena Rodatus als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Kunst Afrikas am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin tätig.
Dr. Gitti Salami war Professorin für Globale Kunstgeschichte am Pacific Northwest College of Art in Portland, Oregon, und ist heute ehrenamtlich am Ethnologischen Museum Berlin tätig, wo sie als Co-Kuratorin der Ausstellung Tisser de Nouveau Liens mitwirkt. Sie promovierte in Kunstgeschichte an der University of Iowa. Umfangreiche Feldforschungen in der Cross-River-Region Nigerias, gefördert vom US Department of Education und durch zahlreiche internationale Stipendien, führten zu verschiedenen Publikationen über die Kultur der Yakurr und afrikanische Festpraktiken sowie zu dem von ihr mitherausgegebenen Sammelband A Companion to Modern African Art (2013).