Porträt Amadou Korbinian Sow, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin
© Humboldt-Universität zu Berlin, Foto: Maurice Weiss/Ostkreuz
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Porträt Amadou Korbinian Sow, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin
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Wem gehört was? Und was heißt gehören? Missionsarchive sind die Überlieferung christlicher Missionsgesellschaften, die seit dem späten 18. und vor allem im 19. Jahrhundert gegründet wurden. Sie entstanden als Verwaltungsschriftgut. Die Missionare schuldeten der Leitung in der Heimat regelmäßige Berichte, und die Gesellschaften führten Personalakten, Protokolle und Korrespondenz. Hinzu kamen Fotografien, Tonaufnahmen, Karten, Sprach- und Übersetzungsarbeiten, ethnographische Objekte und die Missionszeitschriften, mit denen Spenden und Unterstützung in der Heimat gewonnen wurden. Heute liegen sie verstreut, und Eigentum und Verwahrung fallen oft auseinander. Ein konkretes Beispiel für so eine Mission wäre die sogenannte Norddeutsche Mission im Ewe-Gebiet im heutigen Togo. Bildsammlung und Bibliothek wurden am 18. November 2005 dem Staatsarchiv Bremen als Depositum übergeben. Eigentümerin bleibt die Mission, seit 2001 aber gleichberechtigt mit Togolesischen und Ghanaischen evangelischen Kirchen. Man hat also die vermischte Konstellation von kirchlichem Eigentum, getragen von einer Süd-Nord-Kooperation, verwahrt durch den Staat.

Beteiligte

Amadou Korbinian Sow studierte von 2011 bis 2016 Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School in Hamburg und am Brasenose College der Universität Oxford. Im Jahr 2016 legte er in Hamburg das Erste Staatsexamen in Rechtswissenschaften ab. Von 2017 bis 2021 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Rechtsgrundlagen von Professor Christian Bumke an der Bucerius Law School. Im Jahr 2019 war er Gastwissenschaftler am Institut für interdisziplinäre Rechtswissenschaften – lucernaiuris in Luzern. Zwischen 2022 und 2024 absolvierte Amadou sein Referendariat und legte 2024 das Zweite Staatsexamen ab. Im Jahr 2025 schloss er seine Dissertation über das Frühwerk von Hermann Kantorowicz ab. Diese Forschungsarbeit wurde durch ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert.

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