Flutuações
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| Preis: Ausstellungsticket erforderlich |
| Ticket: Anmeldung unter [email protected] |
| Gehört zu: Eröffnung Mein. Dein. Unser!? |
Was schwingt in uns mit, wenn Erde auf Wasser trifft? Inspiriert von dem Werk Flutuações lädt dieser Workshop das Publikum dazu ein, den Rhythmus der Mangrovenwälder durch eine sinnliche und zugleich reflektierende Erfahrung zu erleben.
Die feuchte Tonerde in den Händen zu spüren, ist wie die Mangroven selbst zu berühren: Beim Formen des Tons wird die Bewegung von Ebbe und Flut lebendig erfahrbar. Am gemeinsamen Tisch und im Licht von Projektionen bearbeiten die Teilnehmenden den Ton und entdecken dabei, dass der schöpferische Akt nicht allein der Künstlerin gehört, sondern aus einer tiefen Koexistenz zwischen Gemeinschaft und Territorium hervorgeht.
Noch mit der Erde an den Händen begibt sich die Gruppe anschließend in den Ausstellungsraum zu einem offenen Gespräch vor dem Werk. Dort wächst das Verständnis dafür, dass auch die Entstehung der Arbeit selbst Ergebnis eines kollektiven Wissens ist, das gemeinsam mit Fischergemeinschaften entwickelt wurde. Als Hüter*innen überlieferter Traditionen vermitteln sie uns, wie das Leben geschützt werden kann – an einem Ort, an dem sich Erde und Meer begegnen und umarmen.
Beteiligte
Gabriela Bandeira, geboren in einer Fischergemeinde in São Gonçalo (Rio de Janeiro, Brasilien), ist Künstlerin, Forscherin, Kunstvermittlerin und Produzentin. Als Tochter eines handwerklichen Fischers arbeitet sie medienübergreifend mit Zeichnung, Audiovisuellem und Keramik. Sie studierte Kunst an der Universidade Federal Fluminense (UFF), absolvierte dort einen Master in Künstlerischen Prozessstudien und promoviert derzeit im Bereich Interdisziplinäre Poetik an der Federal University of Rio de Janeiro (UFRJ). In ihrer Forschung untersucht sie ortsbezogene künstlerische Praktiken. Diese Verbindung zu ihrem Territorium zeigt sich im von ihr gegründeten Projekt Agradim zur Bewahrung der Erinnerung an die handwerkliche Fischerei sowie in ihrer Arbeit für die NGO Guardiões do Mar.