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Bucureşti, Київ, Praha, София, Warszawa

Bewundert, gehasst, belächelt und vermisst – Kultur- und Volkspaläste spielten und spielen im östlichen Europa eine wichtige Rolle. Sie sind und waren staatlich kontrollierte Machtsymbole und zugleich Orte mit gewissem Freiraum. Als Orte der Unterhaltung und der Politik in den Hauptstädten prägten sie das politische und kulturelle Selbstverständnis in der Zeit des Staatssozialismus. Wie viel Utopie steckt noch immer in diesen monumentalen Bauwerken? Mit dem Palast der Republik stand auch in Berlin ein solcher Kulturpalast – dort, wo heute das Humboldt Forum steht.

An diesem Wochenende nehmen Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus Bukarest, Kyjiw, Prag, Sofia und Warschau die Paläste in ihren Heimatstädten in den Blick. Der Umgang mit dem architektonischen und kulturellen Erbe der Paläste ist so vielfältig wie die Gesellschaften Mittel-, Ost-, und Südosteuropas. Welche Rolle spielten die Gebäude vor und nach 1989? Freuen Sie sich auf eigens für das Wochenende kreierte Literatur und Videokunst, auf Indie-Pop aus Bulgarien, Elektro-Beats aus der Ukraine, Gespräche an runden Tischen, spannende Diskussionsveranstaltungen und faszinierende Dokumentarfilme.

Aus der Mitte Berlins heraus lenkt das Themenwochenende die Aufmerksamkeit auf Transformationsprozesse und Großereignisse der politischen Bewegung, die 1989/90 und danach in und um den Palast der Republik stattgefunden haben. In vielfältigen Formaten weitet es den Blick über Berlin und deutsch-deutsche Fragen hinaus und zeigt Verbindungen auf zu vergleichbaren politisch aufgeladenen Orten der Transformation in Städten Mittel-, Ost-, und Südosteuropas.

Am Beispiel von Berlin, Bukarest, Kyjiw, Prag, Sofia und Warschau spüren wir an diesem Wochenende mit Blick auf den symbolträchtigen Ort des Kulturpalastes gesellschaftlichen Umbruchsprozessen nach. Zugleich fragen wir nach der Bedeutung dieser Orte für die Gegenwart. Die nach Mittel-, Ost-, und Südosteuropa abgesteckte Route entlang der 5 Städte wird durch Abstecher nach Minsk in Belarus und Belgrad in Serbien verlängert.

An dem Themenwochenende sind unterschiedliche Formate im Angebot: Lesungen, Gespräche an runden Tischen, Konzerte, Podiumsgespräche und Installationen.  Menschen der jeweiligen Länder treten untereinander und mit dem Publikum in Kontakt. In den Veranstaltungen laden wir Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen und Künstler*innen ein, über die Räume des Sozialismus im Kontext der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen von 1989/90 und danach in Austausch zu kommen.

Das Themenwochenende „Post/Sozialistische Paläste – Bucuresti, Київ, Praha, София, Warszawa“ steht im Kontext des Programmschwerpunkts „Der Palast der Republik ist Gegenwart“ der Stiftung Humboldt Forum. Das Programm gründet auf der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Humboldt Forum, dem Austausch mit Expert*innen, Interviews mit Zeitzeug*innen, Forschungen und einer geplanten Sonderausstellung im Jahr 2024.

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Programm am Samstag

Programm am Sonntag

© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

Gesprächsreihe: Paläste fürs Volk. Kulturpaläste im Osten Europas vor und nach 1989

In fünf Podiumsdiskussionen lädt die bpb Sie ein, mehr über die Kulturpaläste im Osten Europas vor und nach 1989 zu erfahren. Expert*innen aus Warschau, Kyjiw, Minsk und Belgrad erzählen von Umgang der Menschen mit dem kulturellen und architektonischen Erbe der einstigen Ikonen des Staatssozialismus.

In der Bildungs- und Kulturpolitik sozialistischer Staaten spielten Kulturpaläste eine zentrale Rolle: Als Orte der Begegnung und Bildung, der Kultur und des Sports waren sie Teil des staatssozialistischen Social Engineering. Zugleich waren sie architektonische Ikonen vieler ost-, mittel- und südeuropäischer Hauptstädte. Doch Kulturpaläste waren nicht nur in den sozialistischen Metropolen zu finden – auch in Kleinstädten und Peripherien wurden systematisch Kulturhäuser errichtet, in denen die Bevölkerung Bildungs-, Kultur- und Sportangebote wahrnehmen konnte, die zugleich der Formung des „sozialistischen Menschen“ dienten. In den Wendejahren um 1989 dann spielten Kulturhäuser und -paläste als physische Orte eine wichtige Rolle in der Systemtransformation. Und heute? Der Umgang mit dem architektonischen und kulturellen Erbe der Paläste ist so vielfältig wie die Gesellschaften Mittel-, Ost- und Südosteuropas. In fünf Paneldiskussionen, kuratiert von der Bundeszentrale für politische Bildung, blicken Besucher*innen des Humboldt Forums zusammen mit Gästen aus den jeweiligen Ländern auf Warschau, Kyjiw, Belgrad und Minsk. Dabei erfahren Sie mehr über die sozialistische Idee der Kulturpaläste, urbane Debatten, Revolutionen im städtischen Raum, internationale Diskurse, politische Proteste, Staatsgewalt und schrumpfende Räume für Kultur.

 

Die Gesprächsreihe „Paläste fürs Volk. Kulturpaläste im Osten Europas vor und nach 1989“ am 07.10.23 wird kuratiert von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Bundeszentrale für politische Bildung

Ein Projekt gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur

Bundesstiftung Aufarbeitung

Weitere Partner

Goethe-Institut
ukrainian institute
Tschechisches Zentrum Berlin
Im Rahmen des Programms
Der Palast der Republik ist Gegenwart
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