Highlight

Zeitgenössische Videokunst im barocken Schlüterhof

Täglich, mit Einbruch der Dunkelheit bis in den späten Abend, erstrahlt der Schlüterhof und wird zu einer großflächigen Projektionsfläche für Videokunst. Das Humboldt Forum hat drei in Berlin lebende Künstler*innen eingeladen, ihre Sicht auf das neue Haus und seine Fragen zu zeigen.

Zara Zandieh, Sucuk und Bratwurst und Lemohang Jeremiah Mosese antworten zu Themen wie Kolonialismus und Kolonialität, Ökologie und die Vernetztheit der Welt mit großen Bildern der Gegenwart auf die Fassaden des Barock. Monatlich wird ein neuer Film dazugeschaltet.

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Octavia’s Visions

Der erste Film, Octavia’s Visions von Zara Zandieh, erzählt die Parabeln der afroamerikanischen Science-Fiction Autorin Octavia E. Butler weiter. In poetischen Bildern verbindet Zandieh Motive Butlers mit gegenwärtigen Themen wie neuem Nationalismus, fortdauernder Kolonialität und den Auswirkungen der Umweltzerstörung.

Interlinked

Im zweiten Schritt kommt der Film Interlinked des Kreativ-Studios Sucuk und Bratwurst hinzueine visuelle Reise zu den Höhen und Tiefen der Erde. Inspiriert von Alexander von Humboldts Idee, dass in der Natur alles Wechselwirkung ist, entwickeln Sucuk und Bratwurst eine traumweltartige Naturkulisse, die das Tor zu anderen Welten aufstößt.

A black man who sold his skin – and his sons who bought or reclaimed it and sewed it back

Das Werk des aus Lesotho stammenden Filmemachers Lemohang Jeremiah Mosese komplettiert die Reihe. Inspiriert von dem Basotho-Gebet Der alte Gott verehrt den neuen Gott und mit einem Fokus auf die Notlage der Schwarzafrikaner setzt sich Mosese mit dem Paradigmenwechsel der Cancel Culture auseinander. Er entwirft einen eigenen Ansatz, um die Missstände der Vergangenheit mit der Gnade der Zukunft zu versöhnen.

Ausstellungen