Porträt des Philosophen Prof. Dr. Tilo Wesche
© Universität Oldenburg, Foto: Daniel Schmidt
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Porträt des Philosophen Prof. Dr. Tilo Wesche
© Universität Oldenburg, Foto: Daniel Schmidt
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Der Natur werden weltweit von Parlamenten, Regierungen und Gerichten zunehmend eigene Rechte verliehen. In Neuseeland hat ein Fluss eigene Rechte, in Spanien eine Lagune und in Ecuador die Natur insgesamt. Was ist dran an diesen Rechten der Natur? Kann diese Rechtspraxis zur Bewältigung des Klimawandels beitragen? Wie lassen sich solche Rechte der Natur begründen? Und wie anwenden? Diesen Fragen geht Tilo Wesche in seinem Vortrag mit Blick auf das Eigentumsrecht nach. Beim Klima-, Arten- und Umweltschutz werden Eigentumsrechte theoretisch häufig vernachlässigt. Dabei wohnt ihnen selbst eine Vorstellung ökologischer Nachhaltigkeit inne, die zur Überwindung eines extraktiven Naturverhältnisses beitragen kann. Mit dieser Ökologisierung des Eigentums wird ein Eigentumsverständnis entwickelt, das dem Anthropozän gerecht wird. Sie gibt jedoch auch Anlass dazu, Eigentum grundsätzlich neu zu denken.

Beteiligte

Tilo Wesche ist Professor für praktische Philosophie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Eine Auswahl seiner Buchveröffentlichungen ist: Kierkegaard. Eine philosophische Einführung, Stuttgart: Reclam 2003; Wahrheit und Werturteil. Eine Theorie der praktischen Rationalität, Tübingen: Mohr Siebeck 2012; Adorno. Eine philosophische Einführung, Stuttgart: Reclam 2018; Die Rechte der Natur. Vom nachhaltigen Eigentum, Berlin: Suhrkamp 2023; Theorien des Eigentums, Hamburg: Junius 2024 (gemeinsam mit Niklas Angebauer); Umkämpftes Eigentum. Eine gesellschaftstheoretische Debatte, gemeinsam hg. mit Niklas Angebauer und Jacob Blumenfeld, Berlin: Suhrkamp 2025.

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