Floresta de marés - Wald der Gezeiten
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| Preis: Freier Eintritt |
| Welche Sprachen: Deutsch, Englisch, Portugiesisch |
| Ort: Saal 2, EG |
| Gehört zu: Agua. Kunst und Kosmologien des Wassers, Eröffnung Mein. Dein. Unser!?, Nhé’ẽ – Gespräche im Kreis |
Die Kuratorin Walmeri Ribeiro und die Choreografin Marcela Cavallini nehmen das Publikum mit in die Bucht von Guanabara, wo Caiçara-Gemeinschaften zwischen Mangroven und Industrieanlagen leben und fischen. Sie verstehen die Praktiken und Gesten des Fischens als Träger eines Wissens, das durch die Gemeinschaft weitergegeben und von ihr lebendig gehalten wird.
Nhé’ẽ sind zirkuläre Gespräche, die zum Austausch von Wissen, Erfahrungen und Perspektiven einladen. Der Begriff stammt aus der Sprache der Guarani und bezeichnet unter anderem das Wort, die Stimme und die Sprache, aber auch den Geist.
Beteiligte
Marcela Cavallini ist Künstlerin, Forscherin und Professorin mit einer Promotion in Bildender Kunst der Universidade Federal do Rio de Janeiro. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Tanz, Performance und verschiedenen Medien und untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Körper, Kollektivität und Territorium. Sie entwickelt kollaborative Projekte mit gesellschaftlichem Bezug, in denen die gemeinsame körperliche Erfahrung als Ausgangspunkt dient, um Beziehungen zu schaffen und Potenziale für Handeln, Transformation und die Vorstellung anderer möglicher Welten zu aktivieren. Marcela Cavallini ist Mitglied der Plattform Territórios Sensíveis, die ästhetisch-politische Projekte gemeinsam mit Caiçara-Gemeinschaften in der Guanabara-Bucht realisiert. Darüber hinaus gehört sie zum Ponto de Cultura Carimbó dos Altos-RJ, einer Initiative zur Wertschätzung und Verbreitung der Kultur Nordbrasiliens in unterschiedlichen kulturellen Räumen.
Walmeri Ribeiro ist Künstlerin, Forscherin, Kuratorin und Professorin am Institut für Kultur- und Medienwissenschaften sowie im Graduiertenprogramm für Zeitgenössische Kunst der Universidade Federal Fluminense (Niterói, Brasilien). Zudem ist sie Stipendiatin der Forschungsförderungsagentur FAPERJ. Als Leiterin der Plattform Territórios Sensíveis untersucht sie die Verbindungen zwischen Kunst, sozialen und ökologischen Fragestellungen, insbesondere Klimawandel und kolonialen Hinterlassenschaften. In Zusammenarbeit mit indigenen, Caiçara- und Quilombola-Gemeinschaften entwickelt sie Projekte, die kulturelle, ökologische und geopolitische Dimensionen miteinander verknüpfen. Ihr Werk umfasst Performance, Film, immersive Installationen und Medienkunst.
Gabriela Bandeira, geboren in einer Fischergemeinde in São Gonçalo (Rio de Janeiro, Brasilien), ist Künstlerin, Forscherin, Kunstvermittlerin und Produzentin. Als Tochter eines handwerklichen Fischers arbeitet sie medienübergreifend mit Zeichnung, Audiovisuellem und Keramik. Sie studierte Kunst an der Universidade Federal Fluminense (UFF), absolvierte dort einen Master in Künstlerischen Prozessstudien und promoviert derzeit im Bereich Interdisziplinäre Poetik an der Federal University of Rio de Janeiro (UFRJ). In ihrer Forschung untersucht sie ortsbezogene künstlerische Praktiken. Diese Verbindung zu ihrem Territorium zeigt sich im von ihr gegründeten Projekt Agradim zur Bewahrung der Erinnerung an die handwerkliche Fischerei sowie in ihrer Arbeit für die NGO Guardiões do Mar.
Ana Emerich ist Klang- und Bildkünstlerin. Sie arbeitet mit Bild, Hören, Feldaufnahmen, Archivpraktiken und Komposition an den Schnittstellen von zeitgenössischer Kunst und Ökologien. Website: www.anapaulaemerich.com