Cirilo Tokumbó hält seine Hände in eine Quelle nahe der Gemeinschaft Tekoha Anhentenguá, Porto Alegre, Rio Grande do Sul, Brasilien
© Rodrigo Duarte, 2025
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Cirilo Tokumbó hält seine Hände in eine Quelle nahe der Gemeinschaft Tekoha Anhentenguá, Porto Alegre, Rio Grande do Sul, Brasilien
© Rodrigo Duarte, 2025
Vergangene Termine
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Der Mbya-Guaraní-Künstler Xadalu Tupã Jekupé spricht mit dem Filmemacher Rodrigo Duarte über seine Werkserie YY Arandu, entstanden im Austausch mit den Ältesten seiner Gemeinschaft in Porto Alegre. Wasser erscheint darin als lebendes Archiv und als Akteur, vom Aquífero Guaraní unter dem Morro do Santana bis zu den Fluten von 2024.

Nhé’ẽ sind zirkuläre Gespräche, die zum Austausch von Wissen, Erfahrungen und Perspektiven einladen. Der Begriff stammt aus der Sprache der Guarani und bezeichnet unter anderem das Wort, die Stimme und die Sprache, aber auch den Geist.

Xadalu Tupã Jekupé ist ein indigener Künstler guaranischer Herkunft. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit dem Erbe des Guarani-Missionsbarocks sowie mit den Auswirkungen von Kolonialisierung, Missionierung und kultureller Verdrängung in der Pampa-Region. Er arbeitet mit Malerei, Siebdruck, Fotografie und verbindet dabei Mythologie, Spiritualität, Erinnerung und Geschichte. Seine Kunst hinterfragt koloniale Perspektiven und stärkt die Sichtbarkeit indigener Gegenwartskulturen. Er absolvierte Residenzen in Frankreich, Spanien, Italien, Chile, am Collegium (Arévalo) sowie am Humboldt Forum in Berlin. Seine Werke befinden sich in bedeutenden brasilianischen und internationalen Sammlungen, darunter das Museu Nacional de Belas Artes, das MAM São Paulo, das Museu de Arte do Rio, das Museu das Culturas Indígenas, die Fundação Iberê Camargo und die Kunstsammlung des französischen Staates.

Porträt des Künstlers Xadalu Tupã Jekupé
© Denison Fagundes

Der Künstler und Kurator aus dem Amazonasgebiet erforscht zeitgenössische visuelle Narrative an der Schnittstelle von Kunst, Erinnerung und Territorium. Er hat einen Abschluss in Film und Dokumentarfilm von der AIC und ist der Gründer von ODARA Audiovisual. Seine Praxis bewegt sich zwischen Fotografie, Video, Installation und dokumentarischen Methoden und setzt sich mit sozialen, politischen sowie affektiven Themen auseinander. Darüber hinaus arbeitet er als Kurator, Pädagoge und Kulturvermittler und entwickelt Projekte, die kollektive Kreativnetzwerke stärken und den Zugang zu Kunst erweitern – mit einem besonderen Fokus auf aufstrebende Künstlerinnen und Künstler sowie insurgente (aufrührerische/widerständige) Kontexte.

Sandra Benites ist Kuratorin und Kunstforscherin, bekannt für ihre Arbeit zur Förderung von Vielfalt und Inklusion in der Kunstszene. Mit einer Ausbildung und Promotion in Sozialanthropologie am Nationalmuseum widmet sie sich der Untersuchung der Schnittstellen zwischen zeitgenössischer Kunst und sozialen, ökologischen und kulturellen Fragen, mit Fokus auf indigene Stimmen. Derzeit ist Sandra Benites Direktorin für Bildende Kunst bei der Nationalen Kunststiftung – FUNARTE.

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