Nhande rape ysyry – Der Fluss unseres Weges
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| Preis: Einritt frei |
| Welche Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch |
| Ort: Saal 2, EG |
| Gehört zu: Agua. Kunst und Kosmologien des Wassers, Eröffnung Mein. Dein. Unser!?, Nhé’ẽ – Gespräche im Kreis |
Die Künstlerin Keyla Palikur-Arukwayene lebt am Rio Urukauá in Amapá, wo der Amazonas das Meer berührt, und malt einen Kosmos, in dem Sternbilder und Flüsse zusammengehören. Im Gespräch mit Filmemacher Rodrigo Duarte erzählt sie vom Sternbild Kusuvwi und von den Fischgroßvätern der Palikur.
Nhé’ẽ sind zirkuläre Gespräche, die zum Austausch von Wissen, Erfahrungen und Perspektiven einladen. Der Begriff stammt aus der Sprache der Guarani und bezeichnet unter anderem das Wort, die Stimme und die Sprache, aber auch den Geist.
Beteiligte
Keyla Palikur ist Künstlerin, Illustratorin und indigene Forscherin des Volkes der Palikur-Arukwayene. Sie wurde im Indigenen Territorium Uaçá in Oiapoque (Bundesstaat Amapá, Brasilien) geboren und gehört dem Clan der Wadahiyene an. Ihre Kunst umfasst Malerei auf Leinwand, Aquarell und digitale Kunst, wobei sie traditionelles Wissen, Identität und Erinnerung verbindet. Ihre Arbeiten treten in einen Dialog mit traditionellen grafischen Mustern und Erzählungen und erkunden zugleich zeitgenössische Ausdrucksformen. Im Mittelpunkt stehen Reflexionen über die Rolle indigener Frauen sowie die Frage, wie indigene Völker ihre Identität in der Gegenwart behaupten und sichtbar machen. Sie hat einen Abschluss in Interkultureller Indigener Bildung der Universidade Federal do Amapá (UNIFAP) und studiert derzeit im Masterstudiengang Kultur- und Politikstudien (PPCULT/UNIFAP). Darüber hinaus ist sie Mitglied des indigenen Künstler*innenkollektivs Waçá-Wará.
Der Künstler und Kurator aus dem Amazonasgebiet erforscht zeitgenössische visuelle Narrative an der Schnittstelle von Kunst, Erinnerung und Territorium. Er hat einen Abschluss in Film und Dokumentarfilm von der AIC und ist der Gründer von ODARA Audiovisual. Seine Praxis bewegt sich zwischen Fotografie, Video, Installation und dokumentarischen Methoden und setzt sich mit sozialen, politischen sowie affektiven Themen auseinander. Darüber hinaus arbeitet er als Kurator, Pädagoge und Kulturvermittler und entwickelt Projekte, die kollektive Kreativnetzwerke stärken und den Zugang zu Kunst erweitern – mit einem besonderen Fokus auf aufstrebende Künstlerinnen und Künstler sowie insurgente (aufrührerische/widerständige) Kontexte.
Sandra Benites ist Kuratorin und Kunstforscherin, bekannt für ihre Arbeit zur Förderung von Vielfalt und Inklusion in der Kunstszene. Mit einer Ausbildung und Promotion in Sozialanthropologie am Nationalmuseum widmet sie sich der Untersuchung der Schnittstellen zwischen zeitgenössischer Kunst und sozialen, ökologischen und kulturellen Fragen, mit Fokus auf indigene Stimmen. Derzeit ist Sandra Benites Direktorin für Bildende Kunst bei der Nationalen Kunststiftung – FUNARTE.