Künstlerresidenz, Espace Azankpo, Ahépé, Togo, 2025
© Ethnologisches Museum / Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Gitti Salami
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Künstlerresidenz, Espace Azankpo, Ahépé, Togo, 2025
© Ethnologisches Museum / Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Gitti Salami
Vergangene Termine
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Wie blicken wir heute auf eine gemeinsame, von kolonialer Ungleichheit geprägte Geschichte Togos und Deutschlands? Und wie können aus der Sammlung neue Perspektiven und Beziehungen entstehen? Die Ausstellung „Togo: Neue Verbindungen knüpfen“ bringt die historische Sammlung, zeitgenössische Kunst und gegenwärtige Perspektiven aus Togo zusammen. Im Gespräch geben beteiligte Wissenschaftler und Künstler Einblicke in ihre Arbeit und teilen ihre Sichtweisen. Welche Geschichten erzählt die Sammlung – und welche Fragen stellt sie uns heute? Wie kann zeitgenössische Kunst neue Deutungsräume auf die gemeinsame Geschichte eröffnen?

Nhé’ẽ sind zirkuläre Gespräche, die zum Austausch von Wissen, Erfahrungen und Perspektiven einladen. Der Begriff stammt aus der Sprache der Guarani und bezeichnet unter anderem das Wort, die Stimme und die Sprache, aber auch den Geist.

Beteiligte

Adama Ayikoué erwarb eine Maîtrise in Moderner Literatur mit Schwerpunkt Theaterwissenschaft, Semiotik und Kommunikation an der Université de Lomé sowie einen Master in Entwicklungswissenschaften mit Schwerpunkt Kulturerbemanagement an der Université Senghor in Alexandria, Ägypten. Er ist Direktor für Kulturerbe im togoischen Ministerium für Tourismus, Kultur und Kunst und lehrt an verschiedenen Hochschulen und Instituten in Togo. Darüber hinaus ist er als Kultur- und Kunstkritiker sowie als Ausstellungskurator tätig.

Porträt von Adama Ayikoue
© Privat

Kokou Azamede ist Germanist und Kulturwissenschaftler an der Université de Lomé in Togo. Er promovierte an der Universität Bremen und war als Postdoktorand und Gastforscher an deutschen Universitäten tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Transkulturalität, deutsche Missions- und Kolonialgeschichte sowie deutsche Kolonialfotografie in Westafrika.

Anani Dodji Sanouvi ist ein transmedialer Künstler, Tänzer, Forscher und Pädagoge. Er lebt in Portugal und ist regelmäßig in Afrika, Europa und Südamerika tätig. Sanouvi erforscht die Wechselwirkungen zwischen seiner Ewé-Epistemologie und dem zeitgenössischen Leben. Er hat einen Masterabschluss in Tanz vom Bennington College und ist eng mit dem Graduiertenkolleg der Universität der Künste Berlin verbunden. Sanouvi ist Preisträger renommierter Stipendien und Auszeichnungen.

Tété Azankpo ist für seine monumentalen Werke bekannt. Er setzt das kulturelle Erbe, die gesellschaftlichen Veränderungen der Kolonialzeit und die ökologischen Herausforderungen der Gegenwart in Dialog. Der Künstler arbeitet bevorzugt mit wiederverwendeten Emailleschüsseln. Mit Draht „heilt“ er die Risse, die die Gesellschaften dieser Welt trennen. Er spielt eine zentrale Rolle in der zeitgenössischen togoischen Kunstszene. Seine Werke wurden in zahlreichen afrikanischen und europäischen Ländern ausgestellt.

Porträt von Bildhauer und Installationskünstler Tété Azankpo
© Privat

Verena Rodatus ist Kuratorin am Ethnologischen Museum Berlin und für die Sammlungen West-, Zentral- und Südafrikas zuständig. Sie ist eng in Restitutionsprozesse im Zusammenhang mit Artefakten aus Nigeria und Kamerun eingebunden. Ihre Forschung in Senegal, der Elfenbeinküste, Ghana, Togo und Benin führte zu zwei Publikationen, darunter ihre Dissertation Postkoloniale Positionen? The DAK’ART Biennale im Kontext des internationalen Kunstbetriebs (2015) und der Sammelband From the Kingdom of Dahomey to the Postcolonial State: Case Studies in Benin’s Art History. Von 2015 bis 2021 war Verena Rodatus als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Kunst Afrikas am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin tätig.

Gitti Salami war Professorin für Globale Kunstgeschichte am Pacific Northwest College of Art in Portland, Oregon, und ist heute ehrenamtlich am Ethnologischen Museum Berlin tätig, wo sie als Co-Kuratorin der Ausstellung Tisser de Nouveau Liens mitwirkt. Sie promovierte in Kunstgeschichte an der University of Iowa. Umfangreiche Feldforschungen in der Cross-River-Region Nigerias, gefördert vom US Department of Education und durch zahlreiche internationale Stipendien, führten zu verschiedenen Publikationen über die Kultur der Yakurr und afrikanische Festpraktiken sowie zu dem von ihr mitherausgegebenen Sammelband A Companion to Modern African Art (2013).

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