Cirilo Tokumbó hält seine Hände in eine Quelle nahe der Gemeinschaft Tekoha Anhentenguá, Porto Alegre, Rio Grande do Sul, Brasilien
© Rodrigo Duarte, 2025
Bild 1:
Cirilo Tokumbó hält seine Hände in eine Quelle nahe der Gemeinschaft Tekoha Anhentenguá, Porto Alegre, Rio Grande do Sul, Brasilien
© Rodrigo Duarte, 2025
Vergangene Termine
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Sandra Benites, Rodrigo Duarte, Natalia Pavia und Andrea Scholz haben mit Guaraní-, Palikur- und Kotiria-Gemeinschaften gearbeitet, deren Ursprungsgeschichten im Wasser beginnen, Walmeri Ribeiro arbeitet seit langem im engen Austausch mit traditionellen Fischern der Guanabara Bucht (Rio de Janeiro). Im Gespräch geht es um ein Kuratieren, das den Entscheidungen der Gemeinschaften folgt.

Nhé’ẽ sind zirkuläre Gespräche, die zum Austausch von Wissen, Erfahrungen und Perspektiven einladen. Der Begriff stammt aus der Sprache der Guarani und bezeichnet unter anderem das Wort, die Stimme und die Sprache, aber auch den Geist.

Beteiligte

Sandra Benites ist Kuratorin und Kunstforscherin, bekannt für ihre Arbeit zur Förderung von Vielfalt und Inklusion in der Kunstszene. Mit einer Ausbildung und Promotion in Sozialanthropologie am Nationalmuseum widmet sie sich der Untersuchung der Schnittstellen zwischen zeitgenössischer Kunst und sozialen, ökologischen und kulturellen Fragen, mit Fokus auf indigene Stimmen. Derzeit ist Sandra Benites Direktorin für Bildende Kunst bei der Nationalen Kunststiftung – FUNARTE.

Porträt der Kuratorin und Kunstforscherin Sandra Benites
© Rodrigo Duarte

Der Künstler und Kurator aus dem Amazonasgebiet erforscht zeitgenössische visuelle Narrative an der Schnittstelle von Kunst, Erinnerung und Territorium. Er hat einen Abschluss in Film und Dokumentarfilm von der AIC und ist der Gründer von ODARA Audiovisual. Seine Praxis bewegt sich zwischen Fotografie, Video, Installation und dokumentarischen Methoden und setzt sich mit sozialen, politischen sowie affektiven Themen auseinander. Darüber hinaus arbeitet er als Kurator, Pädagoge und Kulturvermittler und entwickelt Projekte, die kollektive Kreativnetzwerke stärken und den Zugang zu Kunst erweitern – mit einem besonderen Fokus auf aufstrebende Künstlerinnen und Künstler sowie insurgente (aufrührerische/widerständige) Kontexte.

Andrea Scholz ist Kuratorin für transkulturelle Zusammenarbeit im Ethnologischen Museum und im Museum für Asiatische Kunst in Berlin. Sie ist ausgebildete Anthropologin mit Schwerpunkt Amazonasgebiet und hat an verschiedenen Kooperationsprojekten mit indigenen Gemeinschaften sowie an Bildungsprojekten mitgewirkt, vor allem in Lateinamerika.

Andrea Scholz, wissenschaftliche Referentin für transkulturelle Zusammenarbeit, in den Sammlungen des Ethnologischen Museums
© © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Foto: Janine Schmitz/photothek.de

Walmeri Ribeiro ist Künstlerin, Forscherin, Kuratorin und Professorin am Institut für Kultur- und Medienwissenschaften sowie im Graduiertenprogramm für Zeitgenössische Kunst der Universidade Federal Fluminense (Niterói, Brasilien). Zudem ist sie Stipendiatin der Forschungsförderungsagentur FAPERJ. Als Leiterin der Plattform Territórios Sensíveis untersucht sie die Verbindungen zwischen Kunst, sozialen und ökologischen Fragestellungen, insbesondere Klimawandel und kolonialen Hinterlassenschaften. In Zusammenarbeit mit indigenen, Caiçara- und Quilombola-Gemeinschaften entwickelt sie Projekte, die kulturelle, ökologische und geopolitische Dimensionen miteinander verknüpfen. Ihr Werk umfasst Performance, Film, immersive Installationen und Medienkunst.

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