Was soll das? Das Kreuz auf dem Humboldt Forum

Laterne und Kreuz werden montiert
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

Diskutieren Sie mit!

Die Rekonstruktion des christlich konnotierten Kreuzes auf der Kuppel des Humboldt Forums hat bereits im Vorfeld eine kontroverse Debatte ausgelöst. Aber welchen Einfluss wird das Kreuz tatsächlich auf die Ausstellungen und das Programm unterhalb der Kuppel haben? Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen christlicher Symbolik und einem international agierenden Forum? Kann der Kulturaustausch so auf Augenhöhe mit den Herkunftsgesellschaften gelingen? Diskutieren Sie mit! Bitte beachten Sie dabei unsere Netiquette.

  1. stolto sagt:

    Nur ein paar Worte
    Humboldt war weltoffen und tolerant.
    Erkenntnis aus Wissenschaft
    Nicht aus dem glauben

    Und dann soll ich vor jemand den ich nicht kenne das Knie beugen?
    (Geht nicht, hab Rheuma!)

    No

  2. Harald sagt:

    Bitte last die Kirche im wahrsten Sinne des Wortes im Dorf.
    Wenn das Kreuz nicht mehr zu unseren Christlichen Kultur gehört……..
    Dann gute Nacht !

    1. Imelita Iodi sagt:

      Wir leben heute in einer säkularen Gesellschaft und das Kreuz ist ein zeichen jahrhundertelange Verfolgungen Missionierung, Konialismus, Missbrauch Versklavung und auch des Raubes von Kunst das durch die Chrislichen Monarchen wie denn Hohenzollern, die such bekanntlich für den Nationalsozialismus eingesetzt haben,begangen wurden .und jetzt wird in einem Monarchischist nachemfunden Gebäude ,Kunst ausgestellt welche eben diese gestohlen haben ,und das Kreuz ist mehr als eine Verhöhnung aller derer die Opfer dieser Missionierungen und Konialismus und Genozid Gewalt erfahren haben gedemütigt gefoltert ermordert wurde und die Verantwortlichen reden von Weltoffenheit und setzen sich für einen Dialog mit Antisemiten ein ,welche das Existenzrecht von Israels in Frage stellen ,auch ist das austellen von geraubter Kunst eine Vorführung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wenn Berlin eine weltoffene stadf sein hielft allein der Abriss diese Monument.

      1. Anne Krueger sagt:

        Das Kreuz ist ein Symbol der Christen und gehört wie die Signatur zum christlich geprägten Abendland. Man kann nicht alle Symbole und Werte eines Landes bzw. eines Volkes abschaffen und für überholt erklären, nur weil eine kleine Minderheit aus anderen Kulturen meint, sie gehörten nicht in unsere Zeit. Wenn wir wieder einmal aus falsch verstandener “Rücksichtnahme” klein beigeben, verbiegen wir immer mehr unser Rückgrat, bis nur noch andere Kulturen das Sagen haben.

        1. Andreas Haustein sagt:

          Es geht hier aber doch nicht um Abschaffung eines religiösen Symbols sondern um die Neuschaffung und das Anbringen auf einen definitiv nicht christlichen Gebäudes.

        2. aluckyguy sagt:

          Das Kreuz wurde auf der Kuppel des alten Schlosses als weithin sichtbares Symbol einer staatlich verordneten Religion und sichtbares Zeiten der Verbindung von Monarchie und christlicher Religion angebracht. Mit der Architektur haben derartige Symbole jedoch nicht das Mindeste zu tun. Im Gegenteil, meines Wissens war von einen Kuppelkreuz und der Inschrift beim damaligen Bundestagsbeschlusses zum Wiederaufbau nicht im Mindesten die Rede.
          Unser heutiges Deutschland ist schon lange nicht mehr von christlichen Werte geprägt. Alles aber auch wirklich alles was unser Land ausmacht ist bestimmt vom Zeitalter der Aufklärung und des Humanismus. Nennen Sie mir doch bitte mal ein einzigen christlichen Punkt der irgendeinen Bezug zu unserer heutigen Verfassung hätte.

    2. sapere aude sagt:

      Vielleicht deine Kultur, aber nicht meine, obwohl ich in diesem Geiste aufgewachsen bin. Am höchsten Punkt, weithin sichtbar ein religiöses monotheistisches Symbol in einer aufgeklärten demokratischen Gesellschaft auf einem Gebäude das die Naurwissenschaft, die Interdisziplinarität und die Verständigung huldigt? im Jahr 2021? Echt jetzt? Wissenschaft und Kunst verbindet. Religion separiert und entzweit!

    3. Andreas Haustein sagt:

      Was bitte ist an unserer heutigen Gesellschaft eigentlich noch christlichen Ursprunges? Ich meine, nicht sehr viel. Von der Gleichheit der Geschlechter, den allgemeinen Menschenrechten, Wahlrecht, dem gesamten Aufbau des heutigen Rechtsstaates, Anti-Diskriminierungs-Schutz, und vieles mehr. Nennen Sie mir mal einen einzige Punkt der auf das Christentum zurück geht. Alles aber auch alles was unser heutiges Deutschland ausmacht ist eher vom Humanismus nach der Französischen Revolution von 1789 geprägt. Wieso dann ein christlicher Spruch noch dazu mit Alleinherrschaftsanspruch? Wieso sollte das zu einer so gepriesenen Diskussion und Völkerverständigung führen?

  3. aluckyguy sagt:

    Ich denke, man macht es sich hier viel zu einfach. Man errichtet ein christliches Symbol auf der Kuppel und eine unzweifelhaft anti-demokratische, weil, religiös-dogmatische Inschrift und meint, mit ein paar Diskussionen und ein Ausstellungen diesen Konflikt bewältigen zu können. Ich meine, das reicht bei weiten nicht aus.
    Der springende Punkt ist für mich, das Humboldt Forum ist eben ein komplett neuer Bau und kein historisches, gewachsenes Gebäude. Und das derzeitige Kreuz ist eben keine 150 Jahre alt und wurde nicht auf Befehl des Kaisers dort angebracht. Nein, es ist völlig neu und hat mit der ehemaligen Monarchie überhaupt keinen Bezug. Die Rekonstruktion der Außenfassade eines historischen Gebäude ist eine Sache, das Anbringen religiöser Symbole und Sprüche an einen Gebäude dessen heutiger Name eines der grössten deutschen Wissenschaftler trägt, ist wieder eine ganz andere Sache.

    1. clavi81 sagt:

      Das Humboldt-Forum ist eben kein “kompletter neuer Bau”. Vielmehr hat sich der Deutsche Bundestag für eine Teil-Rekonstruktion des Stadtschlosses entschieden und zwar ausdrücklich für die Wiederherstellung des Originalzustands, einschließlich der Kuppel.
      Diese Kuppel ist nicht einfach eine “Schloss-Kuppel”, sondern die Kuppel der originären königlichen Schloss-Kapelle, eines kirchlichen Sakral-Raums. Als solche trägt sie natürlich und völlig zu Recht christliche Insignien mit Strahlkraft nach außen, Kreuz und biblisches Spruchband – ganz unabhängig davon, wie der damalige König sein Gottesgnadentum verstanden hat.

      Mittlerweile mutiert diese Kuppel zur “Kuppel des Humboldt-Forums” und hat damit eine völlig neue Funktion. Auch gibt es den Sakralraum unter der Kuppel, die Kapelle, nicht mehr.

      Unter diesen Umständen kann ich mich mit dem von “leuchtturm-berlin” entwickelten Gedanken anfreunden, nämlich über dem Spruchband eine transparente Leuchtschrift anzubringen, so dass bei Tag das originale Spruchband lesbar bleibt, bei Nacht aber auch noch andere, z.B. humanistische Botschaften in Erscheinung treten können.

      1. clavi81 sagt:

        Das Zitat in meinem ersten Satz muss natürlich lauten: “komplett neuer Bau”.

      2. Andreas Haustein sagt:

        Sie wissen aber schon das das so nicht stimmt. Gebaut wurde ein modernes Gebäude das sich Humboldt Forum nennt und allenfalls die barocke Aussenfassade des alten Schlosses hat. Die Baupläne des alten Schlosses und des Humboldt Forum unterscheiden sich gewaltig. Und eine Rekonstruktion ist es allein schon wegen der völlig unterschiedlichen Baustoffe und -techniken nicht. Und der Zweck dieses Gebäudes ist von Anfang an als Forum für Wissenschaft und Geschichte festgelegt worden.

  4. Lale Anderson sagt:

    Auch im Hinblick auf den Genozid an den Herero und Nama, einfach unmöglich geschmacklos respektlos!

    1. Constantin D. sagt:

      Was hat ein historisches Kreuz auf der Kuppel mit dem Genozid zu tun? In meinen Augen ist das Kreuz dort völlig angebracht, man restaurierte die Frauenkirche ja auch nicht ohne religiöse Symbole.

      1. aluckyguy sagt:

        Wie ich schon geschrieben habe, es handelt sich hierbei eben nicht um ein historisches Kreuz. Es ist komplett neu geschaffen. Von daher hätte man durchaus die Wahl sich beispielsweise für ein gerechteres und weltoffenes Symbol zu entscheiden. Bei einigen Gebäude vor 1945 hat man doch auch die alten Symbole entfernt und verweist nicht einfach auf die historische Entstehung. Und das bei originaler Bausubstanz.

  5. Florian R. sagt:

    Und jetzt?

    Wann verschwindet das Oligarchenkreuz wieder?

    Die kleine, überschaubare Diskussion hier hat doch deutlich gezeigt, dass die Akzeptanz des Religionssymbols außerhalb der Kernzielgruppe von den Verantwortlichen komplett falsch eingeschätzt wurde.

  6. Brujinek sagt:

    Es mutet schon ein wenig grotesk an, dass in unserer christlich geprägten Gesellschaft (und bitte, Christ sein hat mit der Zugehörigkeit zu einer Amtskirche nicht allzu viel zu tun) ein Kreuz auf einem historisch nachempfundenen Gebäude “diskutiert” wird. Wen soll das denn stören? Welche andere Religion ist denn in Deutschland zahlenmäßig wesentlich vertreten, könntr sich daran stören und ist “passender Weise” dafür bekannt, weltweit Christen zu verfolgen (interessante Zahlen unter “opendoors.de)? Die Wertschätzung des Christentums im Islam wird gerade in Intanbul unter Beweis gestellt. Das ist natürlich eine souveräne (um ein anderes Wort zu vermeiden) Entscheidung in dortiger Zuständigkeit, keine Frage, aber ebenso souverän wurde in Berlin ein Kreuz auf ein Gebäude gesetzt – und das hat jeder zu akzeptieren.

    1. Florian R. sagt:

      Wenn das stört?
      Ein paar Namen finden Sie hier in der Diskussion.

    2. aluckyguy sagt:

      Sorry, aber ich muss Ihnen da leider wiedersprechen. Unser heutiges Deutschland mag zwar historisch gesehen, einen christlichen Hintergrund haben. Aber alles was unsere heutige Gesellschaft wirklich ausmacht ist geprägt vom Zeitalter des Humanismus und der Aufklärung.

      Sie können mich gerne wiederlegen wenn Sie können, von der Gleichheit der Geschlechter, Antirassimus, Meinungs- und Pressefreiheit bis hin zu, ja auch das gehört dazu, Glaubens- und Religionsfreiheit hat mit christlichen Werten rein gar nichts zu tun.

    3. aluckyguy sagt:

      Nein, das muss man in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft eben nicht akzeptieren. Akzeptieren sollte allenfalls das Humboldt Forum das wir in einen Staat leben, dessen oberstes Gebot die strikte Trennung von Staat und Relgion ist. Die neue Kuppel ist ein absurdes Beispiel wie man die Verfassung Deutschlands buchstäblich mit Füßen tritt.

  7. KonstantinStadtmitte sagt:

    jede/r scheint die sache mit dem kreuz und dem spruchband sehen zu wollen, wie es ihr/m aus der perspektive ihres/seines weltbildes möglich ist. architektur war, ist und bleibt auch stets ein ausdruck politischen handelns, ihre architektonischen formen bedienen sich symbole und vermitteln dadurch bedeutungsinhalte. sie sind nicht beliebig interpretierbar und eine freiheitlich-demokratisch orientierte und säkularisierte gesellschaft kann sich gerade heute nicht leisten, reflexartig auf historizität und vermeintliche originaltreue zu referenzieren. für eine institution wie das humboldtforum und ihrem formulierten anspruch wäre eine weit nach außen ablesbare klare positionierung mehr als wünschenswert, wenn nicht zwingend notwendig, um sich vom aufgedrückten rekonstruierten monarchistischen erbe, seinem reprästentationswillen und gottesgnadentum klar zu distanzieren. denn wenn diese klärung nur im inneren des gebäudes stattfindet, wird sie der öffentlichkeit entzogen, einer bildungsinteressierten – und finanziell privilegierteren – schicht vorbehalten und holt bildungsfernere teile der gesellschaft schier nicht ab. deswegen erhält die initiative leuchtturmberlin.de meine klare unterstützung: der geistigen schwere der gewählten ‘geschichtlichen’ rekonstrution muss eine immaterielle leichtigkeit der gegenwart mit ihren technischen möglichkeiten 2020 folgen. denn sonst würde die barocke hülle des humboldtforums das momentum der möglichen innovation verpassen – und auch den gesellschaftlichen mehrwert.

  8. Thomas Liebscher sagt:

    Zunächst einmal muss darauf hingewiesen werden, dass die Inschrift die Wiederherstellung des Originalzustandes ist.
    Die bislang geführte Debatte hat aus meiner Sicht den Makel, dass Sie den Inhalt des Bibelzitats bewertet, wobei klar sein dürfte, dass je nach geistiger Herkunft unterschiedliche und konträre Meinungen dazu bestehen.
    Aber geht es in erster Linie nicht vielmehr darum, daß mit diesem Leitspruch Geschichte rekonstruiert wurde?
    Historische Bauwerke zu rekonstruieren und dabei störendes Wegzulassen, verfälscht dieses Bild, was sicher nicht richtig sein kann, denn damit ginge auch das Wissen um geschichtliche Zusammenhänge verloren. Das Ergebnis kennen und betrauern wir zur Genüge aus den letzten Jahrhunderten bis hinein in unsere Zeit ( Bilderstürmerei zur Reformationszeit,maoistischen „Kulturrrevolution“ oder auch dem Vernichtungswahn des IS durch Zerstörung von Weltkulturerbestätten )
    Eine humanistische Weltanschauung darf sich nicht ebenso verhalten, sondern muss sich dazu selbst erklären.
    Als Lösung könnte ich mir vorstellen, dass zukünftig die Quintessenz der diversen Meinungen dieses Forums als zusätzliche Erläuterung beigefügt wird.

    Dann gilt frei nach Geothe (Werther): Den Stoff hat jeder vor sich, den Gehalt sieht nur der, der was dazu zu tun hat.

    1. Florian R. sagt:

      Jetzt müssen Sie bloß noch das Dachrestaurant in Ihre Überlegung einbeziehen.

    2. scheinmarc sagt:

      ich finde, auch wenn wir vielleicht 50 % atheisten sein sollen/wollen/sind, dass wir dennoch christen sind und so handeln. das symbol der christen ist das kreuz und damit hab ich als ausgetretener christ überhaupt kein problem. es ist hier bei uns sitte und ich lebe damit…die ständigen selbstzerstörungen unserer werte finde ich weitaus schlimmer und überlege: wieder einzutreten…es gibt weitaus wichtigere themen als um so etwas herumzudeuteln!

      1. Florian R. sagt:

        Das war Sitte. Inzwischen ist es Anmaßung.

      2. Florian R. sagt:

        Es war früher mal Sitte. Inzwischen nicht mehr.

      3. Imelita Iodi sagt:

        Welche christlichen Werte meinen sie denn ?
        Frauen zurück an denn Herd, Abtreibungsverbot oder die von Papst Pius der in den Zeiten des Faschismus sagte :Du sollst jede Regierung höhrig sein denn sie ist Gott eingesetzt ,oder die der christlichen Missionaren, die blutig die christlichen reaktionären Wertvorstellungen der ganzen Welt aufdrücken wollten und nicht mehr so blutig nach wievor wollen.
        Die der polnischen Pis Regierung, welche gerade versucht zusammen mit der Katholischen Kirche Frauen das Recht auf Selbstbestimmung ihres Körpers zu nehmen ?
        Die Geschichte der christlichen Kirchen steht für Diffamierung ,Verfolgung ,Antisemitismus,Mord,Konialismus,
        Homophobie und das Patriarchat .

  9. Dr. Volker Wittmer sagt:

    An sich sollte man ja lachen: auf einem Gebäude, das den Humboldts gewidmet ist, thront das Zeichen des christlichen Absolutheitsanspruch; einige Menschen haben wirklich die Stirn, dieses Zeichen mit Toleranz zu verbinden. Haben diese Menschen kein historisches und aktuelles Wissen? Das Ganze verbrämt mit einem unsäglichen Spruch und dem feudalistischen Gehabe einer ” Mäzenin”, die eine Plakette anbringen lässt zur Ehrung ihres Mannes…..
    Instinktlosigkeit ist noch ein verharmlosendes Wort dafür. Evangelikales, preußisches Junkerdenken ist wohl im Kommen!

    Und da fließen auch noch Steuergelder rein von einer Gesellschaft, die zu 50% nicht christlich und zu einem höheren Anteil noch der Überzeugung ist, dass Feudalismus der Vergangenheit angehört.
    Als evangelischer Christ und Deutscher schäme ich mich. Berlin ist nicht mehr meine Hauptstadt.
    Dr. Volker Wittmer, Mainz

    Anmerkung der Redaktion: Die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss würdigt das bürgerschaftliche Engagement aller Spenderinnen und Spender für die vom Deutschen Bundestag seinerzeit mit großer Mehrheit beschlossene Rekonstruktion der barocken Fassaden des Berliner Schlosses. Die Idee der Anbringung einer kleinen Würdigungsplakette unter dem Kreuz wurde vom damaligen Stiftungsvorstand vorgeschlagen und nicht von Frau Otto. Frau Otto hat auch ein vollständiges Schlüterhofportal des Berliner Schlosses finanziert. Dort wird ebenfalls nur eine kleine Würdigungstafel angebracht. Eine solche Spenderwürdigung ist üblich und angesichts der hohen Millionenbeträge, die gespendet wurden, mehr als angemessen.

    1. Florian R. sagt:

      Weder die Kuppel noch das Kreuz wurden vom Bundestag beschlossen.
      Dafür gabs Vorgaben zum Apothekenflügel, die im Wettbewerb ignoriert wurden.

      Anmerkung der Redaktion:Der Bundestag hat die Wiederrichtung der barocken Fassaden der Nord-, West- und Südseite sowie den Schlüterhof des ehemaligen Schlosses beschlossen. Zudem wurde festgelegt, die konkrete architektonische Gestaltung des Gebäudes im Rahmen eines auszulobenden Realisierungswettbewerbes zu klären.

      1. Florian R. sagt:

        Der Bundestag hatte die “Strereometrie” des alten Schlosses beschlossen, also die äußeren Abmessungen – und folglich hätte der Apothekenflügel auch gebaut werden müssen.
        Das tauchte dann aber nicht in den Wettbewerbsausschreibungen auf -warum auch immer – und nur einem Teilnehmer fiel es auf.

      2. Florian R. sagt:

        Der Bundestag hatte die “Stereometrie” des alten Schlosses beschlossen, also die äußeren Abmessungen – und folglich hätte der Apothekenflügel auch gebaut werden müssen.
        Das tauchte dann aber nicht in den Wettbewerbsausschreibungen auf -warum auch immer – und nur einem Teilnehmer fiel es auf.

    2. Florian R. sagt:

      Bürgerliches Engagement wäre es, wenn Frau Otto was für die Allgemeinheit tun würde. Sie propagiert aber nur ihren eignen Glauben.

    3. Frank H. sagt:

      Hallo ich kann dem Kommentar nur zustimmen. Die Verehrung der preußischen Tugenden ist unglaublich. Absolute Monarchie, Leibeigenschaft, Abermillionen Tote in kriegen u.a. 1.Weltkrieg, Niederschlagung aller demokratischen Bewegungen z.B. Baden wird hier immer mehr verklärt dargestellt. Der deutsche Adel, der ja zu 100 % im Widerstand war und vielfach an die glorreiche vordemokratische träumerisch denkt unterstützt diese Rückwärtsbewegung.
      Man hätte den Palast der Republik in ein modernes Forum einbauen sollen. Das eine war eine sozialistische Diktatur das andere eine absolutistische Diktatur.

  10. Patrick Kenel sagt:

    In der Schlossanlage von Schwetzingen in Baden-Württemberg sowie in Potsdam gibt es Moscheen mit dem Halbmond auf der Kuppel, welche in der Zeit der Aufklärung oder der Romantik gebaut wurden und keine kultische Verwendung haben. Darin sehe ich eine Parallele zu diesem Kuppelkreuz auf dem Humboldt Forum. Dass darüber eine heftige Kontroverse ausgebrochen ist, kann ich aus dieser Perspektive nicht nachvollziehen. Ich freue mich schon auf einen Besuch der künftigen Attraktion im Herzen Berlins.

    1. scheinmarc sagt:

      sehr richtig…wir diskutieren uns zu tode und andere kulturen lachen uns evtl. aus dafür…aber jede hochkultur hat wohl mal ein ende…wer weiss…ich sehe auch das gebäude und das stadtbild und freue mich über ein stück hist. berlin

      1. Florian R. sagt:

        Zwingt Sie ja niemand, mitzudiskutieren.

  11. zweistein sagt:

    Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die kann man nur mit einem schmunzelnden Staunen zur Kenntnis nehmen: das höchste Gebäude der Hauptstadt Deutschlands wird bei Sonnenschein von einem Kreuz geziert- sehr zum Leidwesen seiner damaligen kommunistischen Auftraggeber. Und der neue Stolz der inzwischen so “aufgeklärten und toleranten” Hauptstadt bekommt gleich nochmal ein Kreuz obenauf – und damit seine so toleranten Bewohner es nicht vergessen, wer der Höchste ist – auch noch ein schönes Spruchband dazu geschenkt.
    Gott hat wohl außer Phantasie auch noch jede Menge Humor.

    1. scheinmarc sagt:

      jo, der fingerzeig des papstes heisst es wohl…schaden hat nur das regime der sed genommen gott sei dank! und da diskutiert man allen ernstes, ein kreuz. wir sind wohl zu satt und fett geworden, denke ich

      1. Florian R. sagt:

        Zwingt Sie ja niemand, mitzudiskutieren.

  12. Stefan sagt:

    Ich persönlich reise gerne nach Berlin wegen seiner Vielfalt.
    Das neue/alte Schloss ist eine wunderbare Ergänzung.
    Niemand hat inhärent, ernsthaft auf dem ehemaligen Schlossareal ein Gebäude bauen wollen, um die Sammlungen aus Dahlem dort hin umzuziehen. Man hat sich mehrheitlich für den Wiederaufbau des Bezugsgebäudes für alle anderen Gebäude im Umfeld entschieden. Und das Gebäude, also das Schloss, musste dann gefüllt werden. So jedenfalls habe ich den Prozess wahr genommen.
    Und wenn doch, dann hätte es X Vorschläge geben können, wie so ein dafür neues Gebäude denn aussehen würde. Sicher wäre niemand auf die Idee gekommen Sinn und Wesen eines Humboldt Forum mit einem Kreuz zu bekrönen, oder sonst welche Ornamente aus dem 18/19. Jahrhundert zu verwenden.
    Nun, niemand ist auch nur in die Nähe eines Entwurfes gekommen, eines zeitgenössischen Neubaues, den eine Mehrheit der Zuständigen Entscheider und/oder der Berliner gewollt hätte.
    Nun ist also aus einem, wie wohl viele finden, schwierigen Kompromiss das Humboldt Schloss geworden.
    An all’ die Eiferer also. Es ist ein Kompromiss, ein Kompromiss, ein Kompromiss. So schwer das zu respektieren? Außen historisch. Innen Humbold Forum. Das war die Mehrheitsentscheidung.
    Niemand käme auf die Idee Reichsadler von historischen Rathäusern zu entfernen, oder das Kreuz von Kirchen die keine mehr sind. So ist nun mal die Historie, jedenfalls dann wenn mann Geschichte ernst nimmt.
    Mein Tip an alle die Schaum vor dem Mund haben: Einfach nicht hochsehen und ins Gebäude gehen, da wird dann im Treppenhaus eine Schwarze Fahne auf Halbmast stehen, die an andere Themen erinnert als das Kreuz auf dem Dach. Und was den Bibelspruch angeht? Denn kann man nicht gut finden, aber auch er ist nur dann zu entziffern wenn man es darauf anlegt. Also Leute beruhigt Euch. Das Schloss an sich ist doch bereits Geschmackssache. Mir gefällt es. Ich bewundere die Handwerker und freue mich es zu nutzen…!

    1. Florian R. sagt:

      Das sehen Sie ganz richtig, dass der Prozess so ablief. Es wird trotzdem von allen verantwortlichen Poilitikern bestritten.

    2. Florian R. sagt:

      Außer vielleicht zum Dom steht die Attrappe schräg zu allen Gebäuden der Umgebung.
      Und im Gegensatz zum Original steht sie sogar schräg zum Spreeufer. Sie sind da auf ein Märchen reingefallen.

    3. aluckyguy sagt:

      Zitat: “Niemand käme auf die Idee Reichsadler von historischen Rathäusern zu entfernen, oder das Kreuz von Kirchen die keine mehr sind. So ist nun mal die Historie, jedenfalls dann wenn mann Geschichte ernst nimmt.”

      Das stimmt so nicht ganz. Wenn es sich um historische Gebäude handelt mögen Sie zu einen Teil Recht haben. Aber beispielsweise käme wohl niemand auf die Idee am Gebäude des Finanzministeriums in Berlin das Hakenkreuz anbringen zu wollen, nur weil der Bau 1935 von den Nationalsozialisten errichtet wurde.
      Dazu kommt, das Humboldt Forum ist eben ein komplett neuer Bau. Hier hätte man eigentlich völlig freie Hand in jeglicher Hinsicht. Vor allen stellt sich immer die Frage ob ein derart großes Symbol auch mit der Nutzung des Gebäudes in Einklang zu bringen ist.

  13. Jens aus dem Odenwald sagt:

    Die religionskundlichen Sammlungen sollten an einem anderen, einem geeigneten Ort gezeigt werden und nicht im Berliner Stadtschloss.
    Selbstverständlich kann jeder Christ seine religiösen Symbole und seine apokalyptischen Botschaften in die Öffentlichkeit bringen – jeder hat ja das Recht auf eine eigene Meinung und das Recht, sie kund zu geben. Aber wenn eine “Bildungseinrichtung”, der es angeblich um die Vielfalt der Kulturen und Religionen geht, unter Kreuz und einen solchen Schriftzug gestellt wird, ist das nur grotesk. De facto ist das ganze offenkundig der Versuch der Herabwürdigung von z.B. – um hier nur die Religion zu erwähnen, der ich mich nahe stehend fühle – buddhistischen Kulturgütern (die vielleicht sogar noch durch Raubzüge “christlicher” Welteroberer in die westliche Welt gebracht wurden). In dieser jetzigen Verfasstheit ist das Humboldtforum für mich nur ein weiterer Grund, schon aus religiöser Selbstachtung, Berlin fern zu bleiben, und mich an meiner Idylle in der Provinz zu erfreuen, wo mir zu leben vergönnt ist und wo ich vor den Manifestationen pseudoreligiösen Preußenfirlefanzes verschont bin – mögen sich die Götter darüber mit mir freuen.
    Innerhalb von fast 2000 Jahren ist es nichts gewesen mit den vom neutestamentlichen Christentum erwarteten Kniebeugungen, die eintreten sollen, wenn der Galiläer mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und der Posaune Gottes vom Himmel niederkommen wird. Und auch künftig wird es zu keinen solchen Kniebeugungen kommen. Für jeden, der nicht im fundamentalistischen Christentum stecken geblieben ist, sind die stadtschlösslichen Bibelsprüche eine absurde Peinlichkeit und eine Beleidigung guten Geschmacks. “Eine Einladung zur Diskussion”? – Nein das ganze ist schlicht und einfach zu blöd für jede weiter Diskussion.

    1. Marko sagt:

      Einfach nur Wichtigtuerei und künstliche Aufregung. In Wirklichkeit sollten Sie einmal ihre “Toleranz” hinterfragen.

      1. Florian R. sagt:

        Wie so sollte er?

        1. Stefan sagt:

          Jens aus dem Odenwald ist evtl. jegliche Toleranz fern? Vielleicht könnte er dann unterscheiden was Reaktionär ist (was ich auch nicht schätze), und was “Zwiebelschichten” bzw. Zeugnisse der abendländischen Geschichte sind.
          Mit mehr Offenheit würde er dann auch merken können, dass gerade unter der Kuppel, also in der ehem. Schlosskapelle, genau nichts christliches gezeigt werden wird, sondern Zeugnisse anderer Religionen.
          Das ist nicht nur tolerant sondern zutiefst zeitgenössisch. Sehr schade, Jens aus dem Odenwald, dieser aggressive, überhebliche Ton, gerade von jemand der dem (an sich friedfertigen) Buddismus huldigt.

    2. Klaus Wrackmeyer sagt:

      Hallo Jens,

      ja bleiben Sie lieber im Odenwald!
      Ich freue mich, mit den Berlinern über dieses schöne Schloß, darauf können wir alle stolz sein!
      Herzlichen Dank an die Bauarbeiter und natürlich an die Stiftung, dieses herrliche Bauwerk ermöglicht hat!

      Herzliche Grüße!

  14. Josef Riga sagt:

    Das Kreuz gehört zur Geschichte des Gebäudes. Es zu “entchristlichen” ist ein Ding der Unmöglichkeit, und eine Fälschung der Vergangenheit dazu. Im Gegensatz zu anderen “Weltkulturen” bemühen sich einige, christlich geprägte Länder, insbesondere die deutschen Staaten Bundesrepublik und Republik Österreich, ihrer globalen Verantwortung zur Verständigung und Gleichberechtigung gerecht zu werden. (Was man von anderen Mitgliedern der UN nicht unbedingt behaupten kann.) Daher haben wir keine Veranlassung, unsere Traditionen zu verstecken, zu marginalisieren oder zu verleugnen. Das hilft niemandem. Und dem Druck des Auslandes nachzugeben, ist noch keine Tugend an sich.

    1. Florian R. sagt:

      Wie konnte das Schloß nur 150 Jahre ohne Kreuz herumstehen…

    2. aluckyguy sagt:

      Zitat: “Das Kreuz gehört zur Geschichte des Gebäudes. Es zu “entchristlichen” ist ein Ding der Unmöglichkeit, und eine Fälschung der Vergangenheit dazu.”

      Sorry, aber hab ich da womöglich etwas nicht mitbekommen. Ich dachte bisher, es handelt sich um das Humboldt Forum das in einen neuen Gebäude untergebracht ist, dessen Außenfassade nach dem ehemaligen Berliner Schloss rekonstruiert wurde. Durchaus sichtbar in allen Innenräumen des Gebäudes. Da gehört nichts aber auch gar nichts der Vergangenheit an.

      Das Kreuz auf dem historischen Original ist für mich schon problematisch, aber ein Kreuz auf einen modernen Nachbau der außer dem äusseren Erscheinungsbild kaum etwas mit dem Vorgängerbau gemein hat, ist völlig inakzeptabel.

  15. Hans Neuber sagt:

    Auf ein Gebäude, das einem der größten Forscher, Wissenschaftler und Aufklärer gewidmet ist, ein christliches Kreuz zu setzen, ist eine nicht mehr zu überbietende Schandtat und ein zutiefst reaktionärer Akt. War es doch das Christentum, das jahrhundertelang genau das behindert hat, wofür Humboldt steht. Dieses Kreuz auf dem Humboldt Forum ist genauso absurd, als würde man ein Denkmal für Galileo Galilei mit einem Kreuz schmücken. Aber nach dem Aufhängen von Kruzifixen in bayerischen Amtsstuben durch Ministerpräsident Söder muss man sich in unserem angeblich säkularen Staat ja über nichts mehr wundern.

  16. Sven und Konrad sagt:

    Wir sind insbesondere über das unkommentierte Spruchband irritiert.

    Wir denken: Das kann Berlin besser! Da das Spruchband nun aber schonmal da ist, wollen wird dem eine dauerhafte positive zeitgemäße Aussage entgegensetzen, und zwar möglichst kurzfristig. Eine Aussage als Kontrapunkt bzw. Klarstellung, die zum heutigen Berlin passt, zum Dialog einlädt und vor allem: die für jedermann genauso sichtbar ist wie das Spruchband selbst. Vorübergehende Ausstellungen oder Installationen möglicherweise noch im Innern des Humboldt Forums halten wir für nicht ausreichend. Und auch das bereits diskutierte Anbringen weiterer religiöser Symbole halten wir für ungeeignet. Erstens gibt es sehr viele Religionen, denen man nicht allen gerecht werden können wird. Und zweitens ist das Thema Religion nur einer von verschiedenen Aspekten, die bei diesem Ort, diesem Gebäude, dem Humboldt Forum und für uns alle eine Rolle spielen.

    Wir haben daher eine Initiative gestartet. Diese sieht einen transparenten LED Ticker über dem Spruchband vor. Wie das aussieht, seht Ihr hier: https://www.youtube.com/channel/UCj00LzrbNcX8k-5uGj0xL_Q. Weitere Informationen zu unserer Initiative: leuchtturmberlin.de

    1. BorisBerlin sagt:

      Diese Initiative unterstütze ich mit großer Überzeugung.
      Somit wäre das Spruchband lediglich ein historisches Zitat, welches in einen modernen Bezug gesetzt wird. Allen unseren Besuchern könnten wir die Offenheit von Berlin demonstrieren.

    2. Corinna sagt:

      Ich bin auch für diesen Vorschlag! Eine optische Brechung würde der Kuppel und Berlin sehr gut zu Gesicht stehen. Die Stadt sollte ihre historischen Brüche offen zur Schau stellen, statt sie hinter wilhelminischen Rekonstruktionen zu verstecken

    3. Ulrike A. sagt:

      Diese Initiative ist eine kluge Idee und eine große Chance! Die historische Kuppel um eine zeitgemäße Bedeutungsebene zu ergänzen und damit ihre Dominanz zu brechen, wäre ein echtes Statement.

    4. Shlomo Daffodyl sagt:

      Super Initiative, ich hoffe dass man diese Idee irgendwann realisiert sieht. Hat viel Potential, insbesondere, wenn man die Sprüche abends mit Laser projeziert, damit würde man baulich nichts verändern.

  17. Darnok sagt:

    Es ist wunderbar, dass der Stiftungsverein sich durchgesetzt hat. So werden in unsrer deutschen Hauptstadt Berlin die vielen Gottlosen und Andersgläubigen wenigstens mal wieder auf unsre christlichen Wurzel hingewiesen und zwar mit dem heiligen Gottes Wort. Mit dem Spruch hat der Herrscher sich selbst daran erinnert, dass er noch einen Herrn über sich hat, vor dem auch er sich einmal beugen muss. Das ist doch unwahrscheinlich positiv, dass historisch orientierte Menschen somit das Wort Gottes verkünden und auf den kommenden Herrn aller Herren hinweisen. Es ist nur ein Glück, dass Glocken noch geläutet werden und hoffentlich noch lange keine Muezzin uns morgens wecken dürfen. Man stelle sich nur mal vor, Christen wollten in einem muslimischen Land 1 Kirche bauen und dann auch noch die Glocken läuten …

  18. Horst K sagt:

    Ein historische Aussenfassade wieder aufzubauen so wie sie historisch war bedeutet doch nicht dass man sich mit der damaligen Haltung der Herrscher identifiziert. Selbst die türkische Muslimorganisation DITIB sieht das so, das wollen die Gegner der umstrittenen Symbole aber nicht hören. Es fehlt nur noch dass man verlangt die Gipfelkreuze auf den deutschen Bergen zu
    entfernen, weil dort keine Kirche ist. Wenn schon Rekonstruktion dann auch detailgetreu, Gebäude können übrigens nichts für die Taten ihrer Regierenden.

    Das Ganze ist ein architektonischer Gewinn für die Stadt Berlin, darüber zu diskutieren ist aber natürlich demokratisch legitim. 70% der rbb Abendschauzuschauer fanden es gut wie es gebaut wurde. Also die Mehrheit.

    Zur Vollendung des Ganzen gehört auch eine weitgehende Umfeldgestaltung der historischen Art.
    Mit Schlossbrunnen, Rossebändigern, mindestens mit dem Oranier Moritz, der ja schon fertig aufgestellt werden könnte.

    Selbst unser Regierender Bürgermeister könnte sich neuerdings den Schlossbrunnen nun doch am alten Ort vorstellen, ein sehr begrüßenswerter erfreulicher Sinneswandel!

  19. Isabel J. sagt:

    Das Humboldt Forum will einen Dialog der Weltkulturen. Das Fundament dazu ist Wertschätzung und Respekt gegenüber anderen Religionen und Kulturen.
    Ein Kreuz ist absolut fehl am Platz. Noch unpassender ist die Inschrift darunter. Es sollen sich im Namen Jesu alle Knie beugen? Was soll das? Wir leben in einem mulitkulturellen Land. Und das ist gut so. Alle Kulturen und Religionen sind gleichwertig. Das gilt es herauszustellen.

    1. Klaus sagt:

      ok, dann bitte schnell den preußischen Adler und das eiserne Kreuz von der Quadriga auf dem Brandenburger Tor entfernen, bevor sich politisch korrekt denkende “Weltbürger” darüber aufregen ! Machen wir die Welt wie sie uns gefällt ! Oder vielleicht doch nicht ???

  20. Claudia Schwarz sagt:

    Ich bin sehr erfreut, daß in dem (jedenfalls aus bayerischer Perspektive) oftmals so atheitisch wirkenden Berlin ein solches Zeichen gesetzt wurde und sich offenbar auch viele Menschen gefunden haben, die es mit ihrer Spende unterstützt haben. Es ist allemal besser, das Heil im Namen Jesu zu suchen, wie es das Zitat auf der Kuppel nahelegt, als in den Lehren von Marx und Engels, wie es zu Zeiten des “Palastes der Republik” an gleicher Stelle versucht wurde.

    1. Florian R. sagt:

      Was freut Sie denn daran, wenn den atheistischen Berlinern solche Symbole aufgezwungen werden?

    2. aluckyguy sagt:

      Sorry, aber was hat das denn nun damit zu tun. Der Palast ist doch nun weg und kommt auch nicht wieder. Und das Humboldt Forum hätte sicher auch ohne Kreuz und Inschrift genauso dagestanden. Also noch mal meine Frage: Weshalb braucht ein Humboldt Forum in der heutigen Zeit ein Symbol religiösen Dogmatismus?

  21. 3rd planet sagt:

    Ein solch vornotiertes Symbol auf dem Dach in einem Neubau im 21. Jahrhundert spiegelt eine bestimmte Haltung der aktuellen Bauherren und Projekt-Entscheider (BKM, Kuratoren, …) wider.
    Diese Haltung ist eben nicht weltoffen gegenüber anderen Religionen und insbesondere dem Humanismus und Atheismus. Ich werde das Gebäude nicht betreten können, ohne an die blutige Geschichte des Christentums erinnert zu werden und die Tatsache, dass Menschenrechte erst gegen erbitterten Widerstand gegen die Religionen erkämpft werden mussten.
    Alles was unterm dem Dach passiert wird einen negativen Beigeschmack haben.
    Von solch einem staatlich gemeinschaftlich gestaltetem Projekt erwarte ich ein Mindestmaß an Neutralität welches hier leider nicht gegeben ist.

    1. Johann aus Bayern sagt:

      “3rd planet” meint wegen des Kreuzes:
      “Ich werde das Gebäude nicht betreten können, ohne an die blutige Geschichte des Christentums erinnert zu werden und die Tatsache, dass Menschenrechte erst gegen erbitterten Widerstand gegen die Religionen erkämpft werden mussten.”

      Meine Sichtweise: Die Geschichte des Christentums begann sehr blutig, Jesus nahm lieber die blutige, entsetzlich qualvolle Todesfolter auf sich, als es seinen Freunden bei seiner Festnahme zu erlauben, ihn mit dem Schwert zu verteidigen. Jesus nahm lieber die blutige, entsetzlich qualvolle Todesfolter auf sich, als seine Worte zu widerrufen und sein Wirken zu bedauern. Jesus verkündete bereits in der Bergpredigt sinngemäß die wichtigsten Menschenrechte. Jesus lebte und handelte auch entsprechend. Der bis heute weltweit geachtete jüdische Historiker Josephus Flavius (geb. 37 n. Chr.) befragte zahlreiche Zeitzeugen über Jesus und schrieb, es lebte “ein weiser Mann namens Jesus, und sein Verhalten war gut, und er war als tugendhaft bekannt.” Vergessen wir auch nicht, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am 18. März 2011 mit 15 Richterstimmen gegen 2 entschieden hat, endgültig für die 47 Staaten des Europa-Rates, dass durch ein Christuskreuz in einem staatlichen Raum Art. 2 und Art. 9 der Konvention n i c h t verletzt werden. (Die Entscheidung des EGMR von 2009 wurde damit aufgehoben.)

      1. Häretiker sagt:

        Aber Jesus war und ist nicht die Kirche, die ihren Machtanspruch durch die Ausplünderung und Vernichtung Andersgläbiger, in Zusammenarbeit mit Regierungen verschiedener Staaten geschickt auszuweiten wusste.
        Glaube und Leben anderer zählen nichts wenn es um Macht geht. Ich werde dieses Gebäude nicht betreten unter dieser Inschrift und mein Knie nicht beugen für etwas woran ich nicht glaube.

      2. Florian R. sagt:

        Es reicht auch völlig, wenn uns das Grundgesetz vor religiösen Eiferern schützt.

  22. Florian R. sagt:

    Boddien

    “Aber ich verstehe auch, dass das Kreuz in seiner heutigen atheistischen Deutung für viele Menschen ein Symbol für Krieg und Machtmissbrauch ist. Seine Botschaft und seine Autorität ist von den Herrschenden missbraucht worden, die ihre eigenen Interessen damit verbunden haben. Nicht Jesus, sondern Herrscher, Diktatoren und sogar Demokraten haben Gottes Segen für Ihre „gerechten Kriege“ herbeigefleht. ”

    Er versteht es nicht. Er ignoriert den anderen Standpunkt schlicht, weil er ihn für falsch hält.
    Und so wird das Kreuz zu einem Niederwerfungssymbol wie die Attrappe selbst.

  23. Johann aus Bayern sagt:

    Feinde zu lieben, Frieden zu stiften, einander zu vergeben, keine Gewalt anzuwenden, österlich hoffen zu dürfen, dass uns Maria vor Gottes Angesicht führen wird, dass wir Eltern, Geschwister, Kinder, Verwandte, Freunde und Bekannte, die uns vorausgegangen sind, für immer wiedersehen werden, ist das Programm des Gekreuzigten. Das Kreuz erinnert uns an ihn.
    Deshalb freue ich mich auch über das Kreuz auf dem Berliner Stadtschloss.

    1. Florian R. sagt:

      Wer ist “uns”?

  24. Florian R. sagt:

    Kissler

    “Dass das Humboldt Forum keine Kirche ist, erschließt sich jedem sofort, der das gesamte Gebäude in Augenschein nimmt. ”

    Das Vorbild der Attrappe war auch keine Kirche, sondern hatte eine auf dem Dach.
    Das in-Augenschein-Nehmen ist also nicht wirklich ein geeignetes Argument.
    Außerdem gab es verantwortliche Politiker, die die Wiedererrichtung der Kapelle versprachen.

  25. gohfi sagt:

    1. Nein, in, an, auf staatliche Gebäude, hier Museum, gehört kein religiöses Symbol!
    2. Nein, das Schloss hatte nicht von Anfang eine Kapelle, also kam auch das Kreuz darauf erst später dazu!
    3. Damals waren (auch offiziell) Religion und Staat nicht getrennt, nur deshalb konnte es so sein!
    4. Der Dom gegenüber ist eine Kirche, deshalb Kreuz. Das Schloss ist keine Kirche, sondern Teil der staatlichen Museumsinsel. Kreuz vollkommen deplatziert!
    5. Unser Land ist humanistisch geprägt! JEDES einzelne Menschenrecht musste GEGEN erbitterten Widerstand der Religionen erkämpft werden!

  26. Horst-Dieter Dörfel sagt:

    Die ganze Diskussion ist wirklich schwer zu verstehen.
    Wäre es „nur“ darum gegangen ein Museum zu errichten, dann hätte es ein Baukörper moderner Ausprägung, im bekannten Neuberliner Bauklötzchen-Stil sicher auch getan.
    Zum Glück ergab der gesellschaftliche Diskurs ein anderes Ergebnis und wir haben es dadurch mit zwei Themenfeldern zu tun:
    Da ist einmal die Reparatur des Stadtbildes durch die, zumindest äußere, Wiederherstellung des Baukörpers des Berliner Schlosses. Zumindest weitgehend, da die Ostfassade leider ausgeblendet wurde. Dazu gehört nun einmal die Rekonstruktion aller Baudetails, eben auch der kompletten Kuppel! Anderenfalls wäre es „Stadtdekoration“ mit einer Wertigkeit von Attrappen, vergleichbar den „niedlichen Kleinstadthäusern“ in gewissen Einkaufszentren (B5-Outlet).
    Zum anderen muss solch ein riesiges Gebäude auch genutzt werden, also ein Nutzungskonzept muss her. Das wurde in Form des Humboldt-Forums gefunden. Es ist nun absolut nicht zu verstehen, worin der Widerspruch zwischen Inhalt und Form bestehen soll. Es sind allesamt historische Schaustücke aus verschiedenen Kulturkreisen, die es zu besichtigen gilt, sowohl im äußeren Baukörper als auch in den Ausstellungsräumen.
    Die Frage ist nicht, ob denn das Ausgestellte das „Gute“ repräsentiert und die Schlossfassade das „Böse“, sowie die Kuppelkreuzgegner das hinzustellen versuchen. Die Frage ist doch ob Toleranz und Offenheit einhergehen müssen mit der Verleugnung der eigenen Geschichte?
    So gesehen sind die Kuppel-, Kreuz- und Inschriftgegner nicht besser als Ulbricht und seine Schlosssprenger.

    1. Florian R. sagt:

      Es ist nicht die Aufgabe staatlicher Gebäude, an irgendwelche Privatkapellen zu erinnern

      1. B. Schweichler sagt:

        Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen, das Kreuz gehört dahin wo es vor der völlig blödsinnigen Restzerstörung durch den Zickenbart war.
        basta

        1. Florian R. sagt:

          Haben ja nicht alle Ihr Zickenbart-Problem.

      2. mioskito sagt:

        Ein Schloss ist von vorneherein ein Herrschaftssymbol. Jede Verzierung, jedes Ornament erzählen davon. Und das Kreuz besonders. Gerade die Kuppel und Raschdorffs Dom verbindet vieles. Wer soll nun wie entscheiden? Wahr ist doch, man hätte auch den Palast wieder aufbauen können. Man hat sich aber für das Schloss entschieden. Wer die Rekonstruktion eines solchen Großprojekts dann angeht, der kann bei der Kuppel nicht plötzlich aufhören. Und bitte, was ist die politisch korrekte Architektur für ein öffentliches Gebäude? Jedes Jahrzehnt müsste neu abgestimmt werden. Wenn in Italien jedes Gebäude so betrachtet werden würde wie derzeit das Schloss in Berlin, dann müsste halb Italien zur “Sicherheit” erst einmal abgerissen werden.

  27. Gerd Richard Petermann sagt:

    Das Kreuz- Erinnerung statt Deutung

    Das Kreuz als Bauschmuck auf der Kuppel des Humboldt Forums erinnert an eine verlorene Kapelle, die rekonstruierten Fassaden an ein untergegangenes Schloss. Inhalt und Gebäudehülle haben ihre historische Verbindung verloren, weshalb jeder Versuch einer Deutung des Kreuzes auf den neuen Inhalt ins Leer laufen muss.

    Weder ist es ein Siegeszeichen einer Weltanschauung, Kultur oder Gesellschaftsordnung über eine andere, noch über eine leidenschaftlich geführte Auseinandersetzung um Inhalt, Ort oder Architektur.

    Persönlich erinnert es mich an den Sieg des Lebens über den Tod. Aber auch an Gewalt, Leid und Unrecht das Menschen im Zeichen des Kreuzes durch andere Menschen erfahren mussten. Wer die Fähigkeiten des Menschen zu ungeheuerlichen Grausamkeiten bändigen möchte, muss die Geschichte der Menschheit kennen und verstehen. Erfahrbare Orte mit Symbolen, wie die Erinnerung an das Berliner Stadtschlosses, können hierbei helfen. Meine größere Hoffnung lege ich jedoch in die Menschen, dass diese sich durch gegenseitiges Kennenlernen in ihrer Vielfalt und Würde erkennen und achten mögen. Das Humboldt Forum wird hierzu einen Ort anbieten. Für uns alle.

    1. Johann aus Bayern sagt:

      Das Kreuz erinnert an Jesus. Was weltanschauliche und religiöse Neutralität n i c h t bedeutet:
      An viele Persönlichkeiten von weltgeschichtlicher Bedeutung (wie Karl Marx, seine Weltanschauung und sein Leben) darf an öffentlichen Orten (Chemnitz, Trier) sichtbar erinnert werden, keinesfalls jedoch an Jesus, seine Religion und sein Leben.

      1. Ashiq von Berlin sagt:

        Wow wirklich? Gibt es nicht schon eine Kirche direkt gegenüber dem bescheidenen Forum? Sie können das Bild nicht aus einer größeren Perspektive als Ihrer eigenen sehen. Stellen Sie sich diese ganze Situation aus der Perspektive der Unterdrückten vor, und das Kreuz wird etwas ganz anderes bedeuten. Sicher, für Sie und einen Teil der Gemeinschaft hat es eine Bedeutung, aber in diesem Fall wurde das Kreuz historisch verwendet, um andere ganze Kulturen zu ermorden, zu zerstören und zu plündern. Sie haben jetzt die Wahl, die Art von Toleranz zu demonstrieren, für die Sie sich einsetzen, oder Amy Cooper zu sein.

      2. Ashiq, Berlin sagt:

        Wow wirklich? Gibt es nicht schon eine Kirche direkt gegenüber dem Humboldt-Forum? Sie können das Bild nicht aus einer größeren Perspektive als Ihrer eigenen sehen. Stellen Sie sich diese ganze Situation aus der Perspektive der Unterdrückten vor, und das Kreuz wird etwas ganz anderes bedeuten. Sicher, für Sie und einen Teil der Gemeinschaft hat es eine Bedeutung, aber in diesem Fall wurde das Kreuz historisch verwendet, um andere ganze Kulturen zu ermorden, zu zerstören und zu plündern. Sie haben jetzt die Wahl, die Art von Toleranz zu demonstrieren, für die Sie sich einsetzen, oder Amy Cooper zu sein.

  28. Caroline Neubaur sagt:

    nochmal zum Kreuz: den Wechselvorschlag finde ich nicht super, sondern ziemlich peinlich. Heute Kreuz (das NIE), morgen Davidstern und übermorgen Halbmond, finde ich einfach nur albern, postmodern – jeweils ein Dritteljahr Bekenntnis? Nee, auch zum Judentum muß man sich nicht bekennen, man kann es leben. Basta. Also keine Warenhausangebote zum Rabatt.
    Die ecclesia triumphans ist des Teufels, Christen sind nur “gut”, wenn sie arm und bescheiden sind, nicht wenn sie das Gratismaul aufreissen. 
    Die Geschichte der Kirchen ist eine Geschichte der Menschen, so verbrecherisch wie diese. Was nicht heißt, daß ich sie abschaffen will, da es in ihnen ja auch immer Gegenkräfte gab, aber verherrlichen: keine Sekunde!
    Das “wahre” Christentum findet man im Markusevangelium, da gibt es noch nicht die paulinische Pervertierung des Opfertods Jesu. Halten wir uns an Jesus oder an den Gott der Bündnistreue des Hebräischen Testaments oder an Mohamed, dann leben wir das Christentum, Judentum oder den Islam und brauchen keine vergoldeten Gratisbekenntnisse.

  29. Frank Flaam sagt:

    Das Kreuz gehört zu der Kuppel des Schlosses wie das Kreuz auf dem Dom. Unter der Kuppel war eine Kapelle eingerichtet, deshalb das Kreuz. Schade nur das das Schloss nicht originalgetreu aufgebaut wurde. . Im Innenraum keine Erinnerung an die ehemaligen Räume des Kaiserhauses oder Räume die Friedrich der Große benutzt hat. Es hätte wenigstens den Thronsaal wieder hergestellt werden können.Trotzdem Super das das Schloß wieder aufgebaut wurde. Ich als Monarchist begrüße das sehr.

  30. Caroline Neubaur sagt:

    Peinlich, spießig, provinziell – ich könnte noch einige Adjektive für das Kreuz auf der Kuppel finden, vor allem aber typisch Berlinisch: untransparent und sich über alle Mahnungen und Bitten kompetenter Leute hinwegsetzend. Zum Fremdschämen. Jetzt hatten wir doch grade das Kreuz-Theater in Bayern hinter uns gebracht, nun machen wir es, wenn auch in einem anderen Medium, nicht besser. Soll so die mantraartig von Politikern wiederholte Weltoffenheit aussehen?

    Mißgelaunt

    Caroline Neubaur

    1. Frank Flaam sagt:

      Erschreckend was es für Ansichten über ein kulturhistorisches Gebäude gibt. Alles wird polirisiert. Wem es in Berlin nicht gefällt,soll wieder in die Provinz ziehen.

  31. Torsten Foelsch sagt:

    Ein mittleres Wunder, dass zumindest drei Fassaden und der Schlüterhof rekonstruiert wurden! Danke für dieses Geschenk. Stünde das Schloß an der Weichsel, würde man wohl eine vollständige Rekonstruktion realisiert haben, was mir noch mehr gefiele, denn die nunmehr entstandene Spreefassade ist eher eine ästhetische Zumutung.
    Die historisch getreue Rekonstruktion der Schloßkuppel ist endlich einmal eine konsequente Entscheidung. Warum es darüber und über das Kreuz überhaupt wieder einer Diskussion bedarf, ist wieder einmal typisch deutsch. Gottlob haben sich die Vernunft die Treue zum historischen Original durchgesetzt. Da gibt es gar nichts zu diskutieren. Danke für dieses Meisterwerk, danke an Spender und Befürworter.

  32. Florian R. sagt:

    Lustig. 4 Tage, bevor das Oligarchenkreuz kommt, darf dann doch darüber diskutiert werden. Hat zwar keine Bedeutung, aber anscheinend finden es die Christen, die hier ihre Macht demonstrieren wollen, schön, wenn Leute ihre Zeit verschwenden.

  33. Paul F. sagt:

    Das gehört eben zu unserer Geschichte. Meiner Meinung nach sollte natürlich auch das Kreuz originalgetreu rekonstruiert werden. Ich bin auch dafür, dass der Neptun-Brunnen an seinen ehemaligen Platz zurückkehrt. Aber das ist eine andere Diskussion.
    Vielen Dank aber für die Rekonstruktion bis hierher.

  34. Günter Henning sagt:

    Ich verstehe die ganze Diskussion nicht.
    Das Kreuz ist die historisch originale Vollendung der Kuppel und macht die äussere Gestaltung des Bauwerkes erst komplett,
    Danke auch, dass die Inschrift unter der Kuppel wieder entstanden ist.
    Sie fordert zur Unterwerfung der Menschheit unter den Glauben von Jesus Christus.
    Geschichte ist Geschichte.

    1. Florian R. sagt:

      Zu einem Dachrestaurant gehört natürlich ein Kuppelkreuz. Völlig logisch, völlig historisch.

    2. Ludwig sagt:

      Lieber Henning,
      Sie schreiben es: Geschichte ist Geschichte. Das bedeutet ja nicht, dass man sie wiederholen muss.

    3. Christoph Balzar sagt:

      @GüntherHenning
      Sie sagen es richtig: “…die Inschrift unter der Kuppel … fordert zur Unterwerfung der Menschheit unter den Glauben von Jesus Christus. Geschichte ist Geschichte.” Ich verstehe, wenn ein Christ dies für erstrebenswert hält. Ich fürchte nur, dass dieser Herrschaftsanpruch das mittlerweile auch auf Antidiskriminierung ausgerichtete Museum nachhaltig lähmen wird. Im HF repräsentierte BIPoC Gesellschaften (black people, Indigenous people and people of color) wird das an ihre Unterwerfung durch Weiße Kolonialmächte unter Gottes Gnaden erinnern. Bedenken Sie: das Kreuz mag historisch begründbar sein. Die Nutzung des Schlosses als Museum ist hingegen anachronistisch.

      1. josue-hc sagt:

        Teil der Ausstellung repräsentiert was Humboldt in meinem Land gesehen hat. Wird auch repräsentiert unsere Kultur: die Mischung zwischen beiden Welten. Die Wichtigkeit ist die Ausstellung und ihre Bedeutung, nicht eine rekonstruierte Fassade und Kuppel. Ich finde wirklich kein Kontrovers damit. Es ist, wie gesagt, eine Rekonstruktion und damals gab es ein Kreuz und eine Schrift. Außerdem ich als ecuadorianer und Südamerikaner, dessen Kultur in der Ausstellung vorgestellt wird, stört mich weder das Symbol des Kreuzes, noch der Inschrift, noch den Barockfassaden. Ich finde es schön, dass ein kleiner Teil der Welt in einem sehr wichtigen Gebäude für die Geschichte Berlins, Preußens und Deutschlands gezeigt wird.

        1. Florian R. sagt:

          Die Ausstellung wurde jahrelang in einem geeigneten Museum gezeigt.
          Jetzt wird die Fläche reduziert – und die Verantwortlichen behaupten trotzdem, sie würden was für die Kultur tun.

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