Nouruz, Newroz, Nauroz
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| kostenfrei |
| Foyer, Saal 1, EG, Saal 2, EG |
| Gehört zu: Beziehungsweise Familie |
Gemeinsam mit sieben Berliner Vereinen lädt das Humboldt Forum dazu ein, den Frühlingsbeginn zu feiern – mit internationalen Künstler*innen und Traditionen. Das Programm verbindet Musik, Tanz, Workshops sowie Marktangebote und kulinarische Spezialitäten.
Das Nouruzfest – auch Newroz oder Navro’z – markiert seit über 3.000 Jahren den Beginn des Frühlings. Gefeiert wird es zur Tag-und-Nacht-Gleiche am 20. oder 21. März. Der Name bedeutet „Neuer Tag“ und steht für Erneuerung, Widerstand, das Erwachen der Natur und die Rückkehr des Lichts.
Musikalisches Programm
Mit dabei sind der Sänger Cengîz Yazgî, die Gruppe Orkèstar mit Parham Alizadeh, das transkulturelle Ensemble Tschiltan, das Ensemble „Milliy meros“ der staatlich usbekischen Philharmonie unter der Leitung von Dilfuza Qobilova sowie die gefeierte afghanische Sängerin Wajiha gemeinsam mit Farid Rastagar und die Großmeister Ramin Saqizada und Feraydoon Meyazada.
Tanzgruppen
Erleben Sie unter anderem kraftvolle kurdische Tänze von GovendaKÎ, dynamische Tänze aus Afghanistan von der Gruppe Hewad, lernen Sie zentralasiatische Tänze in einem Workshop mit der Choreografin Malika Khaidarova oder machen Sie mit beim Kormanji Tanzworkshop von North Khorasan von Rahaavi.
Workshops und Kreativprogramm für alle Altersgruppen
Für junge und ältere Besucher*innen gibt es zahlreiche Angebote zum Mitmachen – vom Drachenbauen über Eier bemalen, Zöpfe flechten, Henna malen, bis hin zum Blumenkränze binden. Mitmachformate verbinden Kunst, Geschichten und gemeinsames Gestalten. Ein besonderes Highlight ist das Papier-Figuren-Theater „Nowruz auf Papier“ mit Karim Asir, dem international bekannten afghanischen Puppenspieler und Schauspieler – vielen als der „afghanische Charlie Chaplin“ ein Begriff.
Für Kinder ab sechs bietet die Autorin Zilan Sarah Kößler gemeinsam mit der Illustratorin Clara Gilod eine Lesung mit Workshop zu ihrem Kinderbuch JINA an, das die Geschichte von der mutigen jungen kurdisch-iranischen Frau Jina Amini erzählt, die sich gegen Ungerechtigkeit wehrte und eine globale Bewegung für Freiheit und die Rechte von Frauen auslöste.
Auch wird Amu Nouruz, eine wichtige Figur der iranischen Volkskultur, nicht fehlen. Er erscheint jedes Jahr, um den Beginn des iranischen Neujahrs Nouruz anzukündigen.
Kulinarik und Markt
Genießen Sie traditionelle Spezialitäten, entdecken Sie handgefertigtes Kunsthandwerk an den Bazarständen und gönnen Sie sich zwischendurch eine Pause beim Teeausschank.
Über fast ein Jahr hinweg haben Vertreter*innen unterschiedlicher Vereine und engagierte Einzelpersonen zusammengearbeitet, Ideen entwickelt und das Programm gemeinsam gestaltet. Dieses Fest ist eine herzliche Einladung an alle, den Neubeginn zu feiern.
Kurator*innenteam: Ibrahim Hotak, Bênav Mustafa, Zukhra Rakhmatova, Nader Sani, Samad Sharif, Sara Zahed
Beteiligte
Integrationshelfer Meehr e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2019 in Berlin von der dari- und persischsprachigen Diaspora gegründet wurde.
Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Integration von Geflüchteten, insbesondere mit
iranischer und afghanischer Abstammung. Der Verein organisiert Veranstaltungen, Workshops und Beratungsdienste, die den Austausch und die Zusammenarbeit verschiedener Kulturen fördern.
Die GAFCA – German Association for Central Asia e.V. fördert den kulturellen Austausch, die Zusammenarbeit und Solidarität zwischen Deutschland und Zentralasien. Gegründet 2018 von Menschen mit vielfältigem kulturellen und beruflichen Hintergrund, setzt sich der Verein für nachhaltige Projekte in Zentralasien, insbesondere Afghanistan, ein. Ein weiteres Ziel ist die Förderung von Information, Völkerverständigung und einem echten kulturellen Verständnis in Deutschland, basierend auf Toleranz und dem Wunsch, voneinander zu lernen.
Rojavida – Bildung und Kultur für Kinder ist gemeinnützig tätig und setzt sich für die Förderung der musikalischen und künstlerischen Bildung für Kinder und Jugendliche in benachteiligten Regionen der Welt und für Bildung und kulturelle Teilhabe in Deutschland ein.
Rojavida – Bildung und Kultur für Kinder
Mittani Kunst- und Kulturzentrum e.V. setzt sich vor allem für die Förderung der kurdischen Kunst und Kultur ein.
Mittani
Bênav Mustafa vertritt die beiden Vereine Rojavida und Mittani. Er studiert Philosophie und Geschichte auf Lehramt und beschäftigt sich mit Themen wie Kolonialismus, Rassismus, Migration, Islamismus sowie der kurdischen Geschichte und Sprache. Er ist freiberuflicher Dolmetscher und Übersetzer und ist derzeit im bildungspolitischen Bereich bei Ibim e. V. tätig. Er engagiert sich seit sieben Jahren für die Sichtbarkeit der kurdischen Perspektive und hat 2025 gemeinsam mit einigen Freund:innen Rojavida – Bildung und Kultur für Kinder e. V. gegründet. Zudem war er bereits bei mehreren Veranstaltungen als Kurator, Organisator, Assistenz und Unterstützer aktiv, darunter beim jährlichen Kurdischen Kunst- und Kulturfestival in Berlin und bei der Kurdischen Exilliteratur im Literaturhaus Berlin.
ArtistAsMuse ist ein seit acht Jahren bestehendes kollaboratives Malerduo aus Corinna Gothe und Alexandria Anderson.
artistasmuse.com
Yekmal e.V. ist eine gemeinnützige Migrant*innenselbstorganisation in Deutschland und anerkannter Träger der Jugendhilfe. Der Verein betreibt zwei bilinguale Kindergärten (kurdisch/deutsch) und ist Gesellschafter der Yekmal Akademie gGmbH, die sich für Bildung, Sprache und Forschung einsetzt. Außerdem ist Yekmal e.V. Träger des Netzwerks BEFaN, das Mehrsprachigkeit fördert. Der Verein engagiert sich für die Bildung und gesellschaftliche Teilhabe von Familien, insbesondere durch die Förderung der kurdischen Sprache und Kultur sowie mehrsprachiger Sprachentwicklung. Yekmal e.V. arbeitet für eine offene, inklusive Gesellschaft und unterstützt Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund, damit sie ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland führen können.
San’at – Forum für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der sich der Förderung der zeitgenössischen usbekischen Kunst und Kultur sowie dem interkulturellen Dialog zwischen Usbekistan und Deutschland widmet. Als internationale Kulturplattform initiiert San’at Ausstellungen, Konzerte, Konferenzen, Bildungsprogramme und kulturelle Begegnungen und vernetzt Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kulturinstitutionen beider Länder.
Über Uns – San’at
„Pul“ bedeutet Brücke – und genau das ist unser Ziel. Wir sind ein neu gegründeter kultureller und sozialer Verein in Berlin, der Menschen afghanischer Herkunft und die deutsche Gesellschaft miteinander verbindet. Auf Grundlage gemeinsamer Werte und Gesetze schaffen wir einen Ort der Begegnung, des Austauschs und der gegenseitigen Unterstützung. Aktuell befinden wir uns in der offiziellen Registrierungsphase und freuen uns darauf, Berlin als Brückenbauer kulturell zu bereichern.