Publikationen

Bücher und Kataloge begleiten das zukünftige Programm des Humboldt Forums, greifen aktuelle Debatten auf und setzen sich mit Themen wie Architektur, Rekonstruktion, der Geschichte des Ortes und (post)kolonialen Fragen auseinander.

(Post)kolonialismus und kulturelles Erbe

Die Auseinandersetzung mit kolonialer Geschichte und (post-)kolonialen Kontinuitäten zählt zu den großen Herausforderungen des Humboldt Forums. Sie wird das Wirken dieser Kultureinrichtung entscheidend prägen. In diesem Band kommen prominente, global agierende Museumsfachleute zu Wort, die das Humboldt Forum in seiner Entstehung begleitet haben. Mit ihren Beiträgen beteiligen sie sich an internationalen Debatten, wie der leidenschaftlich geführten Auseinandersetzung um Provenienz und Restitution ethnologischer Sammlungen.

Mit Beiträgen von George Okello Abungu, Kwame Anthony Appiah, Philipp Blom, Hartmut Dorgerloh, Rita Eder, Hu Wei , Jyotindra Jain, Lars-Christian Koch, Lee Chor Lin, Neil MacGregor, Natalia Majluf, Wayne Modest, Nazan Ölçer, Barbara Plankensteiner, Thomas Thiemeyer, Abdoulaye Touré.

Erschienen im Hanser Verlag, 2021, 272 Seiten, 18 Euro.

18,- EUR

 

Das Humboldt Forum im Berliner Schloss

Das Humboldt Forum im Berliner Schloss präsentiert sich als neues Stadtquartier in der historischen Mitte Berlins – ein Ort für Kultur und Wissenschaft, für Austausch und Debatten. Und ein Ort mit einer besonderen Geschichte. Der opulente Text-Bild-Band zeichnet die Entstehung des Humboldt Forums nach – die Debatte um den Wiederaufbau des Schlosses, die Neuinterpretation des Gebäudes durch Franco Stella, die Baugeschichte, die historischen Spuren aus 800 Jahren in seinem Inneren und das vielstimmige Angebot für die Besucherinnen und Besucher. Mit Beiträgen unter anderem vom Initiator des Wiederaufbaus Wilhelm von Boddien, dem Architekten Franco Stella und dem Generalintendanten des Humboldt Forums Hartmut Dorgerloh.

Erschienen im Prestel Verlag, 2020, 248 Seiten, 49 Euro.

49,- EUR

Humboldt Forum. Kurzführer

Was ist das Humboldt Forum, welche Institutionen finden hier zusammen – und wieviel Humboldt steckt eigentlich im Humboldt Forum? Der Kurzführer erläutert Programm, Geschichte und Inhalte des Hauses und stellt die beteiligten Akteure vor: die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB), Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (SHF). Ein prägnanter Überblick zu Entstehung, Themen und Aktivitäten des neuen Ortes für Kultur und Wissenschaft.

Erschienen im Prestel Verlag, 2020, 96 Seiten, 9 Euro.

9,- EUR

Geschichte des Ortes. Ausstellungsführer

Sumpfwiese, Stadtviertel, Kloster, Schloss, Aufmarschplatz, Palast der Republik, Wiese – wo heute das neu erbaute Humboldt Forum steht, ist viel passiert. Seit 800 Jahren ist dieser Ort ein Hotspot der Politik. Hier haben Fürsten und Politiker gebaut, umgebaut, abgerissen und immer wieder neu geplant, um ihre politischen Ansprüche sichtbar zu machen. Vier Ausstellungsbereiche im Humboldt Forum, darunter Teile des originalen Schlosskellers, erzählen auf über 1.500 Quadratmetern diese Geschichte des Ortes. Der Ausstellungsführer ist ein hervorragender Begleiter und lädt dazu ein, dieses besondere Stück Berlin zu entdecken.

Erschienen im Prestel Verlag, 2020, 184 Seiten, 15 Euro.

15,- EUR

Vom Kloster zum Humboldt Forum

700 Jahre Geschichte und Architektur. Ein Buch zum Tasten, Sehen und Hören

Das erste inklusiv gestaltete Buch des Humboldt Forums lädt mit 14 Tastbildern und Texten in Großdruck und Braille dazu ein, Geschichte und Gebäude eines besonderen Ortes kennenzulernen. Etappen, Fassaden und Architekturdetails können dabei auf vielfältige Weise erkundet werden – mit Fingerspitzen, Augen oder Ohren. Eine Hörvariante ergänzt das Buch und wird unter humboldtforum.org/tastbuch abrufbar sein. Das Buch ist in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Arbeitskreises Kultur und Freizeit im Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e. V. entstanden. Mit Texten in Großdruck und Braille, 14 Abbildungen, 6 Tiefziehfolien und Taktildruck, taktilem Lageplan und Online-Hörvariante. Das Buch kann demnächst exklusiv bei Muson, dem Museumsshop des Humboldt Forum, erworben werden.

Gestaltung inkl. Design GmbH – Agentur für inklusive Gestaltung, Hörfassung Antenna Audio GmbH, Produktion Hörvariante Linon Medien KG, 2021, 64 Seiten, 24,90 Euro.

24,90 EUR

Mythos der Revolution

Karl Liebknecht, das Berliner Schloss und der 9. November 1918

In Mythos der Revolution unternehmen Dominik Juhnke, Judith Prokasky und Martin Sabrow eine detailreiche Rekonstruktion der Geschehnisse rund um das Berliner Schloss und werfen ein neues Licht auf den wichtigsten Auftritt im politischen Leben des Arbeiterführers Karl Liebknecht. Die einzelnen Beiträge untersuchen, wie Liebknechts Proklamation zum Mythos der Revolution wurde – von der Ambivalenz der Augenzeugenberichte aus den Novembertagen 1918 über die Ikonisierung des sogenannten Liebknechtportals unter DDR-Staatschef Walter Ulbricht bis hin zur polarisierten Erinnerung im geteilten Deutschland.

Band 1 der Reihe Im Fokus – Humboldt Forum im Berliner Schloss, herausgegeben von Lavinia Frey und Johannes Wien. Erschienen im Hanser Verlag, 2018, 128 Seiten, 15 Euro (ISBN: 978-3-446-26089-4).

Erhältlich im Buchhandel und in Online-Shops.

15,- EUR

Barock in Arbeit

Die Kunst der Rekonstruktion und das neue Berliner Schloss

5,80 Meter hoch, 7,30 Meter breit, rund 56 Tonnen schwer – die sogenannte Eckkartusche ist eines von rund 3.000 Schmuckelementen des Berliner Schlosses. Und wohl das künstlerisch und bildhauerisch anspruchsvollste. Ihre Entstehung ist beispielhaft für die Anfertigung aller Sandstein-Elemente der rekonstruierten Barock-Fassaden.

Barock im 21. Jahrhundert bedeutet modernste Technik sowie handwerkliches Können auf höchstem Niveau. Im neu erschienenen Fotobuch Die Kunst der Rekonstruktion und das neue Berliner Schloss können Sie die Arbeitsschritte im Detail verfolgen: Vom ersten Tonmodell am Anfang bis zur Versetzung an den Rohbau. Über 230 Bilder entführen Sie zum Steinbruch, in die Werkstätten, die Planungsbüros bis zur Baustelle des Humboldt Forums, sie geben die Atmosphäre in den Ateliers wieder oder zeigen in Nahaufnahmen die einzelnen Arbeitsschritte.

Erschienen 2018, 187 Seiten, 230 Fotos, Hardcover, Fotograf: Rolf Schulten, Autorin: Cornelia Gerlach, Herausgeberin: Judith Prokasky im Auftrag der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. Gestaltung: e o t . Berlin mit Karolina Leczkowski, Redaktion: Mareen Maaß (ISBN 978-3-00-056766-7)

Erhältlich im Infocenter Berliner Schloss des Fördervereins Berliner Schloss e.V., Schlossplatz 5, 10117 Berlin und bei Dussmann das KulturKaufhaus sowie im Dussmann Online-Shop.

24,90 EUR

Palast der Republik

Ein Erinnerungsort neu diskutiert

Kulturhaus, Parlamentssitz, Volkspalast – der Palast der Republik hatte viele Funktionen. Und er war ein öffentlicher Ort: Fast 70 Millionen Gäste wurden während seiner 14jährigen Betriebszeit gezählt und auch in der kurzen Phase der Zwischennutzung erlebte er eine große Popularität. Bald drei Jahrzehnte nach seiner Schließung ist die Erinnerung an den Palast der Republik immer noch vielschichtig, kontrovers und emotional. Diese Publikation versammelt auf über 90 Seiten viele Stimmen zur Debatte, die sich ergänzen, widersprechen und neue Perspektiven auf einen zentralen Ort der deutschen Nachkriegsgeschichte eröffnen.

Die Publikation dokumentiert ein Expertengespräch, das vom Museum des Ortes (jetzt Geschichte des Ortes) der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum am 26. Februar 2016 veranstaltet wurde. Sie umfasst ein Vorwort zur anhaltenden Debatte um den Palast der Republik sowie Beiträge zu seiner Gestalt und Geschichte und zu seiner möglichen künftigen Erinnerung.

Erschienen 2017. Rezension vom Bund Deutscher Architekten.

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Ein öffentlicher Ort

Berliner Schloss – Palast der Republik – Humboldt Forum

Das Humboldt Forum in Berlins Mitte soll eine Begegnungsstätte für die Menschen der ganzen Welt werden, ein Platz der Kultur und der kulturellen und politischen Reflexion. Das hat Tradition. Der Ort war seit Grundsteinlegung der Hohenzollernresidenz 1443 vielen Veränderungen unterworfen und oft umkämpft. Immer aber stand er in enger Beziehung zur Öffentlichkeit. Die historischen Brüche und Kontinuitäten an diesem „öffentlichen Ort“ sichtbar zu machen, war Ziel der Tagung Ein öffentlicher Ort: Berliner Schloss – Palast der Republik – Humboldt Forum. Untersucht und diskutiert wurden, ob und welche Rolle die Öffentlichkeit auf dieser Bühne spielte, ob sie selbst handelte, von Handelnden instrumentalisiert wurde oder nur zuschaute.

Die Tagung fand vom 3.–4. November 2016 statt und wurde veranstaltet vom Museum des Ortes (jetzt Geschichte des Ortes) der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss in Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, dem Research Center Sanssouci sowie dem Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum / Humboldt Universität zu Berlin. Mit freundlicher Unterstützung der Preußischen Seehandlung. In Medienpartnerschaft mit L.I.S.A. dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung.

Erschienen 2016. In Medienpartnerschaft mit perspectivia.net können Sie hier einzelne Beiträge der Tagung Ein öffentlicher Ort: Berliner Schloss – Palast der Republik – Humboldt Forum nachlesen.

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Skulpturen erzählen Geschichten und ReporterInnen stellen Fragen

Wohnte Humboldt im Schloss? Und was ist eigentlich ein Forum? Zwei Grundschulen begaben sich 2017 im Rahmen des Projekts „Humboldt von Forum“ – Kinder forschen auf Spurensuche. Daraus entstanden ein Kurzfilm über die Entstehung des Humboldt Forums, die Projektbücher Skulpturen erzählen Geschichten und ReporterInnen stellen Fragen sowie 2018 die Ausstellung Das ist auch unsere Baustelle! 176 Kinder erobern das Humboldt Forum.

Erschienen 2017.

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