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Der Elefant ist eine imposante Erscheinung – kein Wunder, dass er in Filmen immer wieder als Projektionsfläche für die Sehnsüchte des Menschen herhalten musste. Kaum ein Tier wurde unterschiedlicher gecastet.

Sein Gedächtnis ist sprichwörtlich, sein Kommunikationssystem ausgefeilt, seine Rollen sind vielfältig: Die Filmreihe schrecklich schön zeigt anhand ausgewählter Filmbeispiele, wie der Elefant, der durch TV und Film bekannte und beliebte „Dickhäuter“ immer auch Projektions- und Identifikationsfigur des Menschen und seiner Sehnsüchte war. Eine Rolle, für die das markante Tier nicht selten als die Verkörperung bestehender und überkommener Klischees eines authentischen, starken, wilden, unbezwingbaren Afrikas herhielt – als einem anderen, fremden, exotischen aber umso faszinierenden Ort. Von Elephant Queen bis Elephant Boy, von Hatari zu Light of Asia: Die von Elefanten- und Filmkennern aus vier Kontinenten kommentierte Filmreihe präsentiert den Elefanten als filmischen Protagonisten in den verschiedensten Konfigurationen – mal klischeebeladen, mal darum ringend, die Klischees hinter sich zu lassen.

Das Programm umfasst insgesamt rund 20 Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme, orientiert an den Themen der Ausstellung und mit dem Schwerpunkt Elefant und Mensch. Die Filme sind Klassiker, historische Entdeckungen und aktuelle Produktionen aus Europa, Nordamerika, Afrika und Asien. Rund die Hälfte der Filme richtet sich an ein Familienpublikum und damit explizit auch an Kinder und Jugendliche. Jeder Film wird im Original mit Untertiteln und/oder Live-Übersetzungen vorgeführt. Jede Vorstellung beginnt mit einer fünf- bis zehnminütigen speziell produzierten Eye-to-Eye-Einführung von Menschen mit einem besonderen Bezug zum jeweiligen Film. Neben internationalen Filmexpert*innen haben wir beispielsweise einen südafrikanischen Ranger eingeladen, den Film einzuführen, der in ‚seinem‘ Nationalreservat gedreht wurde. Oder: eine tamilische Verkäuferin aus Berlin hat sich Chandani und ihr Elefant angesehen und reflektiert über biographische Parallelen zwischen sich und der Protagonistin.

Die Filmreihe schrecklich schön wird kuratiert von Dorothee Wenner

Informationen zu den einzelnen Filmen und Terminen werden zeitnah hier veröffentlicht.

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